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Ein Schulhaus macht Zirkus

Erstmals arbeiten alle im Schulhaus Ebnet in Nürensdorf – von den Kindergärtnern bis zu den Sechstklässlern – gemeinsam an einem grossen Ziel. Morgen Freitag ist Abschluss der Projektwoche mit zwei Zirkusvorstellungen im grossen Zelt.

Als Hauptleiter ist Daniel Aschwanden auch «Zirkusdirektor» von Balloni auf der Schulanlage Ebnet in Nürensdorf, wo er die Kinder anlässlich einer Projektwoche animiert, bis morgen Freitag ein eigenes Zirkusprogramm einzustudieren.
Als Hauptleiter ist Daniel Aschwanden auch «Zirkusdirektor» von Balloni auf der Schulanlage Ebnet in Nürensdorf, wo er die Kinder anlässlich einer Projektwoche animiert, bis morgen Freitag ein eigenes Zirkusprogramm einzustudieren.
Leo Wyden

Überall im Ebnet wird an diesem Schulmorgen fokussiert gearbeitet. Aber nicht etwa an der Rechtschreibung oder beim Rechnen in der eigenen Klasse, sondern in gemischten Gruppen und auch mal draussen auf dem Pausenplatz, in der Turnhalle oder auf der Sportwiese. Dort steht seit letztem Wochenende ein grosses rundes Zelt.

Es gehört dem Zirkus Balloni und ist in diesen ­Tagen das eigentliche Zentrum der Schuleinheit Ebnet.Im Halbrund der Manege treffen sich auch an diesem Morgen alle 220 Kinder zur Begrüssung durch Hauptleiter und «Zirkusdirektor» Daniel Aschwanden. Es ist so etwas wie ein Ritual zum täglichen Arbeitsstart bevor sich die Kinder in 18 Gruppen auf­teilen und auf ihr Wochenziel hin­arbeiten.

Innert fünf Tagen geht es dar­um, diese etwas andere (Zirkus-)Welt mit ihrem ganz eigenen Flair kennen zu lernen und gemeinsam ein Programm auf die Beine zu stellen. Denn der grosse Tag wird morgen Freitag sein, wenn die Eltern, Verwandten und Bekannten zu einer der beiden Vorstellungen kommen werden.

Die ganze Schule macht mit

Schulleiter David Steinbeck selber ist ebenfalls in die Projektwoche eingebunden, wie auch sämtliche Klassenlehrer und Kindergartenlehrpersonen. Er hatte diese spezielle Woche zusammen mit seinem Team schon vor über einem Jahr eingefädelt und vorbereitet. «Es ist schön, zu sehen, wie jetzt alle zusammenarbeiten und sich die Klassen durchmischen», sagt er.

Der Schulstandort Ebnet wächst so etwas zusammen, und die Beziehungen untereinander – bei Schülern und Lehrpersonen gleichermassen – werden gestärkt. Genau davon habe man zuletzt ja immer gesprochen, als der politische Entscheid gefällt wurde, dass künftig alle Nürensdorfer Kindergärtner auf der Primarschulanlage unterrichtet werden sollen. Vor einem Jahr war oberhalb der Sportwiese nämlich ein neuer Doppelkindergarten eingeweiht worden, der seither den Kindergarten im Quartier Hauswiesen ersetzt.

Auch eigenes Programmheft

Bei so vielen Kindern, die an der Projektwoche teilnehmen, können nicht alle in der Manege stehen. Während einige Schülerinnen bei Zirkusfrau und Bewegungspädagogin Nora Jeanneret schon mal das Zelt für ihre Trapez- und Tuchnummer erkunden, zieht Schulleiter Steinbeck mit seiner Gruppe weiter. In einem der leer stehenden Schulzimmer gestalten die Kinder dort das Zirkusprogrammheft, schreiben dazu Texte und nehmen auch gleich den Internetauftritt ihrer Projektwoche selbst an die Hand.

Auch in den andern Gruppen, wo die Kinder nach einem ihrer drei zuvor geäusserten Wünsche eingeteilt worden sind, wird jetzt unter fachkundiger Anleitung der Zirkusanimateure und unter Einbezug aller Lehrpersonen weiter an Jonglage, Zaubertricks, Fakir- und selber gespielten Tiernummern getüftelt.

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