Glattfelden

Ein weiterer Schritt Richtung Tempo 30

Der Gemeinderat von Glattfelden hat bekannt gegeben, wie er die Tempo 30-Zone in Zweidlen-Station umsetzen will. Auf eine Einsprache ist er teilweise eingegangen, andere Änderungsvorschläge wiederum hat er abgewiesen. Den Entscheid können die Rekurrenten anfechten.

Der Gemeinderat hat sich bereit erklärt, geplante Betonelemente bei einer Garagenausfahrt um zehn Meter zu verschieben. Die Rekurrentin, die eine Verschiebung um 20 Meter gefordert hatte, akzeptiert den Kompromiss.

Der Gemeinderat hat sich bereit erklärt, geplante Betonelemente bei einer Garagenausfahrt um zehn Meter zu verschieben. Die Rekurrentin, die eine Verschiebung um 20 Meter gefordert hatte, akzeptiert den Kompromiss. Bild: Archiv

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Glattfelder Gemeinderat hat in seinem Verhandlungsbericht publiziert, wie er die geplante Tempo 30-Zone in Zweidlen-Station umsetzen will. Das an der Gemeindeversammlung vom 14. Juni 2016 beschlossene Vorhaben konnte bisher nicht umgesetzt werden, weil es durch Einsprachen blockiert war.

Der Gemeinderat ist auf eine der Einsprachen teilweise eingegangen: So soll ein geplantes Hindernis auf der Rheinsfelderstrasse, südlich der Einmündung Lettenstrasse, um zehn Meter verschoben werden. Rekurrentin Doris Marxer wollte zwar eine Versetzung um 20 Meter – sie bemängelte die Unübersichtlichkeit der Stelle an einer Garagenausfahrt. «Ich verstehe nicht, weshalb es nun nur zehn Meter sind, jedoch kann ich mit dem Entscheid leben», sagt Marxer. Anfechten werde sie diesen nicht.

Noch nicht klar, was die anderen Rekurrenten machen

Laut dem Gemeinderat muss der Antrag auf Verzicht jeglicher unterstützender baulicher Massnahmen an der Rheinsfelder-strasse auf Geheiss der Verkehrstechnischen Abteilung der Kantonspolizei Zürich abgewiesen werden. Auch will die Behörde keine vertikalen Versätze wie Schwellen installieren – Einsprecher Tommy Hafner hatte diese gefordert.

Sie bevorzugt horizontale Versätze in Form aufgesetzter, mobiler Beton-Elemente, weil diese «für das Postauto oder (landwirtschaftliche) Anhängerfahrzeuge fahrdynamisch günstiger» seien. Daneben lehnt der Gemeinderat unter anderem auch die geforderten Zebrastreifen ab. Diese seien gemäss der Kantonspolizei in Tempo 30-Zonen nicht zulässig.

Während Doris Marxer den Entscheid akzeptiert, ist noch nicht klar, was die anderen Rekurrenten tun werden. Tommy Hafner will in diesen Tagen entscheiden, ob er den Beschluss anficht. Reto Buff hatte gestern das Schreiben des Gemeinderats an ihn noch nicht gesehen. Auch er will bald einen Entscheid fällen. Den Beschluss des Gemeinderats können nur die Rekurrenten anfechten.

Erstellt: 03.05.2017, 16:38 Uhr

Artikel zum Thema

Tempo 30-Zone gibt den Glattfeldern keine Ruhe

Glattfelden Befürworter und Gegner einer Tempo 30-Zone in Zweidlen hatten sich an Gemeindeversammlungen gefetzt. Erstere setzten sich zwar durch, nun blockieren aber Anwohner das Projekt. Mehr...

Hochfelder stimmen an der Urne über Tempo 30 ab

Hochfelden Grossinteresse an der Tempo-30-Vorlage in Hochfelden: 194 Stimmberechtigte (15 Prozent) lehnten die Temporeduktion mit 99 zu 95 Stimmen ab. Im September kommt das Projekt an die Urne. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare