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Einen Tag lang scratchen und rappen

In Wangen-Brüttisellen finden am 28. Oktober verschiedene Workshops zum Thema HipHop statt. Teilnehmen können Mädchen und Jungen ab der ersten Oberstufe – kostenlos und ohne Anmeldung.

Selbst das Sprühen von Graffiti wird für einmal erlaubt sein.
Selbst das Sprühen von Graffiti wird für einmal erlaubt sein.
Keystone

Am übernächsten Samstag ab 13 Uhr steht der Jugi Wangen-Brüttisellen ganz im Zeichen von «Elements of HipHop». Ein Projekt, das vom Netzwerk Glattal Offene Jugendarbeit GOJA sowie der Arbeitsgruppe Jugend des Vereins «glow. das Glattal» initiiert wurde und an dem die Gemeinden Wangen-Brüttisellen, Dietlikon, Opfikon, Wallisellen und Rümlang beteiligt sind.

Es bietet Jugendlichen ab der ersten Oberstufe bis hin zum 18. Lebensjahr die Möglichkeit, spontan einen Tag lang verschiedene Workshops zu sämtlichen Elementen des HipHop besuchen. So können die Teilnehmenden die Erfahrung machen, als DJ hinter einen Plattenspieler und einem Mischpult zu stehen oder als Rapper Sprechgesänge zum Besten zu geben. Es gibt aber auch Crashkurse in Breakdance und im HipHop-Tanzstil, ja selbst das Sprühen von Graffiti ist für einmal erlaubt.

Hip Hop für Anfänger, hier werden drei einfache Bewegungen gezeigt (Quelle:Youtube)

Sämtliche Workshops werden von jungen Erwachsenen aus der Region geleitet. Es handle sich um junge Sprayer, Street- und Breakdancer, DJs und Rapper, so die Veranstalter. Nach den Workshops gibt es noch eine kostenlose Party.Was nach viel Spass klingt, hat einen ernsthaften Hintergrund.

«Auf jeden Fall hat das Projekt auch gewaltpräventiven Charakter», sagt Silvan Küderli, Jugendarbeiter der Gemeinde Wangen-Brüttisellen und Leiter des Projekts. «Sie sollen lernen, sich miteinander durch Elemente aus der HipHop-Kultur zu messen. Ebenfalls sollen sie Erfolgserlebnisse verbuchen können und somit ihre Selbstwirksamkeit erhöhen. Dies alles wirkt erwiesenermassen präventiv gegen Gewalt.»

«Gewaltfrei miteinander messen»

Entstanden ist die Idee für dieses Projekt an einem Vernetzungstreffen der GOJA. Doch warum hat man sich gerade für HipHop entschieden? «Der gemeinsame Austausch hat ergeben, dass HipHop in der Jugendkultur nach wie vor verschiedenste Jugendliche der beteiligten Jugendtreffs beschäftigt und eine enorme Anziehungskraft besitzt», sagt Küderli. «Besonders das Konsumieren der Rap-Musik ist bei Kindern und Jugendlichen aller gesellschaftlichen Schichten heutzutage weit verbreitet.»

HipHop sei aber auch eine Kultur des Machens und Aktiv-Seins. «Wir möchten den Jugendlichen aufzeigen, dass HipHop mit seinen vier Elementen die Möglichkeit bietet sich kreativ auszuleben, seine Meinung kund zu tun und sich auf gewaltfreie Weise miteinander zu messen.»

Maximal 50 Teilnehmende

Die Veranstalter haben bewusst auf eine Anmeldungspflicht verzichtet. Allerdings gibt es eine Obergrenze von 50 Teilnehmenden. «Weil die Jugendlichen optimal von den Workshops profitieren sollen, müssen wir uns an diese Obergrenze halten», erklärt Küderli. «Das Prinzip lautet daher: First come, first serve.»

Das Projekt soll nicht das letzte dieser Art im Unterland bleiben. «Wenn es – und davon sind wir überzeugt – ein Erfolg wird», so Küderli, «können wir uns durchaus vorstellen, daraus etwas Langfristiges zu machen.»

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