Wallisellen

Einst wenigen vorbehalten, ist Curling heute ein Breitensport

Mit einem sportlich-gesellschaftlichen VIP-Anlass ist das Curling Center Wallisellen in die Saison 2017/18 gestartet. Die Verantwortlichen der Halle haben allen Grund zum Feiern, denn im Dezember 1967 wurde die Curlinghalle eröffnet.

Die einstigen Junioren-Vizeweltmeister Urs Eichhorn, René Kunz und Christian Haller (von links) gehörten mit zu den prominenten Gästen am gestrigen Jubiläumsanlass in der Curlinghalle Wallisellen.

Die einstigen Junioren-Vizeweltmeister Urs Eichhorn, René Kunz und Christian Haller (von links) gehörten mit zu den prominenten Gästen am gestrigen Jubiläumsanlass in der Curlinghalle Wallisellen. Bild: Leo Wyden

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Vor 50 Jahren war Curlinghalle Wallisellen weit herum die erste Halle in ihrer Art. Heute steht sie in Konkurrenz mit anderen Hallen, behauptet sich aber gut auf dem Markt – dies dank nachhaltiger Investitionen in ihre Infrastruktur und fünf Clubs, die hier regelmässig trainieren. Was im Moment fehlt, ist ein Curling-Team, das national oder gar international mitzuhalten vermag. Die Hallenleitung hofft, dass dies bald ändert.

Eine Sportartim Wandel der Zeit

Curling war vor 50 Jahren ein elitärer Sport. Trainiert wurde damals hauptsächlich im Freien. Aber auch das Zürcher Hallenstadion diente als Trainingsort. Es waren dann Spieler des Curling-Clubs Zürich, darunter der Walliseller Otto Danieli, die das Eis im Hallenstadion nicht länger mit den Hockeyanern teilen wollten. Sie gründeten die Curling-Halle AG Wallisellen, die Heimat mehrerer Clubs aus der Region wurde. Die Baukosten betrugen 1,1 Millionen Franken.

Heute trainieren 220 Mitglieder aus fünf Clubs im Center. Dazu kommt die Juniorenabteilung, die als eigener Verein geführt wird. «Curling ist heute ein für jedermann erschwinglicher Breitensport», erklärte VR-Präsident Urs Spiegel. Aktionäre der Curling-Halle AG Wallisellen sind übrigens die Clubs und deren Mitglieder.

Ehemalige Cracksund andere VIPs

Der Einladung auf das Eis zu Beginn des gestrigen VIP-Anlasses leisteten nur gerade einige aktive Spieler Folge. Beim Apéro hingegegen wurde es dann eng im Restaurant Rink Corner. Zu den Gästen zählten Curling-Cracks aus den eigenen Reihen, die an Europa- oder Weltmeisterschaften mindestens eine Medaille gewonnen haben, sowie Personen, die eng mit dem Curling-Center verbunden sind. Dazu gehörten frühere und aktive Funktionäre aber auch eine Delegation des Walliseller Gemeinderates, ist es der Curling-Halle AG doch ein grosses Anliegen, Teil des gesellschaftlichen und sportlichen Lebens von Wallisellen zu sein.

OK-Präsident Dieter Wüest liess die bewegte Geschichte der Halle mit ihren Hochs und Tiefs Revue passieren. Zum Erfreulichen gehörte, dass Ottavio Danieli, der Sohn des Initianten, dem Team angehörte, welches 1975 erstmals einen Curling.-Weltmeistertitel in die Schweiz holte. Er ist, wie er erzählte, zum Curlingsport aufgrund einer verlorenen Wette mit seinem Vater gekommen. Weitere anwesende Medaillengewinner waren Christian Haller, Urs Eichhorn und René Kunz, die 1999 Junioren-Vizeweltmeister wurden, Marianne Flotron, WM-Bronze 1987 und EM-Silber 1989, sowie Dieter Wüest und Jens Piesbergen, die an der EM 1987 und an der WM 1993 Bronze errangen.

Reich befrachtetes Jubiläumsjahr

Ein grosses Jubiläumsturnier mit 32 Teams findet vom 14. bis 17. Dezember statt – exakt 50 Jahre nach dem Eröffnungsturnier. Beim Jubimix-Saisonturnier treten gemischte Teams mit vier Spielern aus vier Clubs an. Auf grosses Interesse stossen die Schüler-Grümpelturniere am 4. und 28. März. Schulklassen der Mittelstufe aus Wallisellen absolvieren zuerst individuell einen Curlingplausch. Danach nehmen sie mit jeweils zwei Teams am Turnier teil. Bereits haben 15 Klassen ihr Interesse angemeldet. Und dann findet ebenfalls am 4. März noch der Tag der offenen Tür statt. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 10.10.2017, 15:48 Uhr

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