Flughafen

Erlebniswochenende des Flughafens verzückt Gross und Klein

Zahllose Familien besuchten am Samstag und Sonntag den Flughafen. Dort richtete man sich auf die Besucher ein und liess einen Blick hinter die Kulissen zu.

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Die Hüpfburgen sind noch nass von der Nacht und müssen erst trocknen, bevor sich die Kinder am Sonntagvormittag ins Vergnügen stürzen können. Unzählige Familien sind zum Flughafen gekommen. Dies, nicht weil sie verreisen wollen. Die Spielwelten für die Kleinen und das Aviatik-Hintergrundwissen für die Grossen ziehen die Leute an das Erlebniswochenende. Der Flughafen führt den Anlass zum ersten Mal in dieser Form durch.Das Reisen ist jedoch indirekt bei vielen mit ein Grund, weshalb sie den Weg hierhergefunden haben. «Ich buchte Ferien in Sardinien über das Internet und bin dabei auf den Anlass aufmerksam geworden», sagt etwa Micol Cont aus Zürich, während sich ihr zweijähriger Sohn Elias als Pilot im Spielzeugflugi übt.

Wo schlafen Flugzeuge?

Nebenan auf der «Supentrülli» lernen Yasmina (12), Aliza (10) und Deborah (10) aus Obfelden, wie sich Astronauten ungefähr fühlen. Und auch beim «1, 2 oder 3»-Spiel gibt es einen Lerneffekt. «Wo schlafen Flugzeuge?» werden die kleinen Besucher auf der Showbühne gefragt. Nicht alle, aber die meisten stellen sich hinter das Bildchen mit dem Hangar.

Nicht nur die Besucher mit Kinderwagen sind ziemlich rastlos, denn es gibt vieles zu sehen und die Distanzen am Flughafen sind weit. Per Shuttlebus gelangt man zum Parkplatz in Oberglatt am nördlichen Ende des Geländes. Unter den landenden Flugzeugen informieren sich die Flugzeugfans über die Rega und die Kinder können Kamel reiten. Die Sportlichen kommen per Inlineskates hier vorbei, wenn sie den Flughafen umrunden.

Am anderen Ende, unten in Glattbrugg, gibt es die Rettungsfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr zu bestaunen. In einem abgedunkelten Bereich beim Restaurant Runway 34 hat es keine Kinderwagen. Dafür trifft man hier auf die Hartgesottensten unter den Aviatik-Interessierten. Im Simulator setzen sie sich ins Cockpit der Super Constellation und versuchen angestrengt, den Vogel in der Luft zu halten. Dan Erlanger aus Zürich ist beeindruckt vom 3-D-Feeling: «Es fühlt sich so realistisch an, dass einem fast mulmig wird.» Auch einen Helikopter kann man pilotieren, einen Zweiplätzer und die grosse Boeing 777.

Auf dem Rollfeld wirds laut

Wer hinter die Kulissen schauen möchte, schliesst sich einer Gruppe an und lässt sich durch den Flughafen führen. Wie die Passagiere werden die Teilnehmer der Sicherheitskontrolle unterzogen. Der Weg führt mit der Sky-Metro zum Dock E. Die Seilbahn schwebt auf einem Luftkissen zum Terminal in der Mitte des Flughafens.

Selbst jene, die die Fahrt mit der Mini-U-Bahn noch nicht kennen, sind wenig beeindruckt von den Alphorn- und Kuhglockentönen und dem «Muhen» des klischierten Schweizer Tiers, das während der Fahrt in den Lautsprechern ertönt. «Das wäre nicht nötig», hört man sagen oder «Das habe ich schon hundertmal gehört».

Die Führung spielt sich grösstenteils in den Zonen ab, wo die Passagiere sind, nur haben die Teilnehmer nicht mit Nervosität oder Flugangst zu kämpfen, sondern erhalten Infos über den Tower, die Pisten und die Infrastruktur. Auf dem Rollfeld zwischen den angedockten Flugzeugen kommt Spannung auf. Weil es laut ist von den Triebwerken und von piepsenden Maschinen, fragt ein Kind, weshalb die Besucher keinen Gehörschutz erhalten, und zeigt auf einen Arbeiter mit oranger Weste. «Für ihn ist es noch lauter, und das den ganzen Tag», gibt ihm der sympathische Tourguide Heinz Koch, der seit 45 Jahren am Flughafen arbeitet, zur Antwort. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 26.06.2016, 23:59 Uhr

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