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Erstes Urteil im Stadionstreit

Implenia verliert den Rechtsstreit um die Bezahlung nachträglicher Arbeiten am Letzigrund-Stadion gegen die Stadt Zürich. Das Bezirksgericht weist mehrere Forderungen weitgehend zurück.

Der Stadionstreit geht weiter: Implenia prüft weitere Schritte.
Der Stadionstreit geht weiter: Implenia prüft weitere Schritte.
Keystone

Bittere Pille für Implenia: Das Bezirksgericht Zürich hat entschieden, dass die Stadt Zürich dem Dietliker Bauunternehmen den ausstehenden Betrag für nachträgliche Arbeiten beim Bau des Letzigrund-Stadions nicht vollumfänglich bezahlen muss. Dies schreibt Implenia am Freitag in einer Mitteilung. Implenia hatte von der Stadt 23 Millionen Franken für nachträgliche Bestellungsänderungen gefordert.

«Das Gericht geht in seiner Begründung nicht auf die Argumente von Implenia ein», schreibt das Unternehmen. Und: «Implenia ist unverändert der Meinung, dass die Stadt für Bestellungsänderungen aufkommen muss, die sie selber nachträglich in Auftrag gegeben und deren Leistung sie auch erhalten hat.» Implenia analysiert das noch nicht rechtskräftige Urteil und prüft weitere Schritte.

Bei zwei der strittigen Nachträgen kam das Gericht jedoch zum Schluss, dass die Stadt Zürich diesen Projektänderungen zugestimmt hat. Gemäss einer Mitteilung des Bezirksgerichts wurden Implenia deshalb rund 340'000 Franken zugesprochen. Andere Mehrforderungen der Klägerin habe das Gericht aber wegen ungenügender Angaben zu deren Zusammensetzung, Inhalt und Höhe oder mangels einer genügenden offenen Abrechnung abgewiesen, schreibt das Bezirksgericht weiter.

Stadt hat zusätzliche Klage eingereicht

Während im Streit um die Bezahlung nachträglicher Arbeiten noch nichts entschieden ist, bahnt sich bereits der nächste Konflikt an: Gemäss Implenia hat die Stadt eine zusätzliche Klage eingereicht, weil das Stadiondach undicht gewesen sei und Wasser eingedrungen sein soll. Die Stadt verlange eine Nachbesserung oder eine Entschädigung im Umfang von 10 Millionen Franken. Implenia weist die Behauptungen sowie die damit verbundenen Forderungen «dezidiert zurück».

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