Bülach

Fesche Madln sorgen für Stimmung am Bülacher Oktoberfest

Dirndlträgerinnen, knackige Lederhosenboys, frisches Bier und fetzige Livemusik sorgten für eine tolle Partystimmung am ersten Oktoberfest in der bayrisch blau-weiss dekorierten Bülacher Stadthalle.

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Einmal mehr sind es die Frauen, die lauthals mitsingend, auf den Bänken tanzend die Hände zum Himmel strecken und für Stimmung sorgen. Währenddessen stemmen die Männer, die in Unterzahl da sind, sitzend ihre Masskrüge. Jeanine aus Glattfelden bringt es auf den Punkt: «Wo und wann denn sonst, wenn nicht hier und heute, kann ich mein Dirndl tragen und ein ungezwungenes Oktoberfest-Gaudi geniessen.» Mit der Schwester Corinne, die ein Dirndl aus dem Zillertal trug, ihrer Freundin Sandra aus Aarau und Michael aus Polen feierte sie im Quartett am Samstagabend zusammen mit rund 400 Gästen.

Eröffnet worden ist die Premiere in der Stadthalle von der Bülacher Event- und Cateringfirma Soo am Donnerstagabend mit dem Anstich des ersten Fasses Ustermer Bier durch den Stadtpräsidenten Mark Eberli. Nach fünf kräftigen Schlägen sass der Hahn im Spund und Eberli verkündete Organisator Oliver Oetjen und den ersten Besuchern: «O’zapft is!»

Anschliessend gönnte er sich ein paar Schluck Bier, allerdings nicht vom Hellen, sondern vom dunklen Weizenbier, das die lokale Brauerei St. Laurentius speziell für das Bülacher Oktoberfest hergestellt hatte. Der Stadtpräsident: «Damit will ich auch ein Zeichen für das lokale Gewerbe setzen und mit dem Fassanstich darauf hinweisen, dass unsere Stadthalle eine Stätte der vielfältigen Begegnung ist.» Begleitet wurde Eberli von Stadträtin Virginia Locher, die zwar kein Dirndl trug, aber ein weisses T-Shirt mit dem rosafarbenen Aufdruck «Madl-Dirndl-Club».

Doppeltes Volumen im Dirndl

In den ersten voll besetzten Reihen vor der Tribüne wirkten derweil ein paar junge Frauen – im passenden Jargon: fesche Madln eben – als wirkungsvolle Stimmungsmacher. Sie sangen, tanzten und präsentierten ihre farbenfrohen Dirndl. Clemilda aus Zweideln, die mit ihren brasilianischen Freundinnen feierte, meinte lachend: «Im Dirndl habe ich doppeltes Volumen.» Jeanine aus Glattfelden sagt: «Eng geschnürt, erschweren die Dirndl schon das Schnaufen, heben dafür die Weiblichkeit hervor.» Die rosafarbene Schürze trug sie rechts gebunden, was für jeden Mann bedeutet: «Hallo, ich bin verheiratet!»

Sandra ist Linkshänderin und hatte alle Mühe, einhändig eine Mass (15 Franken für den Liter) zu stemmen. Ihre Schürze war links gebunden, sie sah sich ungeniert die nackten Waden der Boys in Lederhosen an. Die 36-Jährige erinnert sich so an Andreas Gabalier, den sie gerne an Festen hört, wie auch die bayrischen Band mit dem sinnigen Namen Freibier, die am Samstagabend spielte. Partygänger Ernst Kuhn aus Dielsdorf lobt das Bier, fand die Musikanten aber reine «Krachmacher». Das Bülacher Oktoberfest ist natürlich mit dem Original in München zu vergleichen.

Dieser Meinung ist Thomas Fritz aus Niederglatt, der schon zweimal auf der Wiesn war. Trotzdem bedauert der Lederhosenträger, dass nicht mehr Leute das leicht erreichbare Oktoberfest besuchten. Organisator Oliver Oetjen schätzt, dass von Donnerstag bis Samstag gegen 1000 Besucher da waren. «Die Stimmung war gut, alles hat geklappt und wir bereiten uns schon bald auf das nächste Jahr vor.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 30.10.2017, 09:39 Uhr

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