Kloten

Stadt sucht nach Lösungen im Feuerwehr-Knatsch

Die Stadt Kloten prüft eine engere Zusammenarbeit mit Schutz & Rettung Zürich. Anlass sind Querelen rund um die Stützpunktfeuerwehr.

In der Stützpunktfeuerwehr Kloten brodelt es – nun handelt der Stadtrat.

In der Stützpunktfeuerwehr Kloten brodelt es – nun handelt der Stadtrat. Bild: Archiv Paco Carrascosa

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Die Stützpunktfeuerwehr Kloten stehe seit Wochen «aufgrund interner Konflikte vor einer Zerreissprobe»: So steht es am Mittwoch in einer Medienmitteilung des Klotener Stadtrates. Verschiedene Kräfte und Personen würden versuchen, ihre Vorstellungen einer zukünftigen Klotener Feuerwehr durchzusetzen. Der Stadtrat reagiert nun – und lässt eine engere Zusammenarbeit mit Schutz & Rettung Zürich abklären.

Wie kam es dazu? Gemäss Medienmitteilung wurden vom Kommando der Feuerwehr zwei Feuerwehr-Angehörige ausgeschlossen. Daraufhin wurden erstmals Rücktrittsforderungen gegenüber dem amtierenden Feuerwehrkommandanten laut.

Diese Forderungen führten jedoch nicht sofort zum Ziel. So wurde durch ehemalige Mitglieder der Feuerwehr eine Unterschriftensammlung lanciert, mit der die Absetzung des Kommandanten per Ende Jahr gefordert wurde. Insgesamt 25 Personen unterzeichneten die Petition und kündigten an, dass sie den Feuerwehrdienst bei Nichterfüllung ihrer Forderung quittieren würden. Die Feuerwehr Kloten verfügt heute über einen Bestand von rund 80 Personen.

Konflikt konnte nicht gelöst werden

Nachdem ein Konfliktlösungsversuch durch eine externe Fachperson an den «ultimativen Forderungen beider Seiten» gescheitert sei, beschäftigte sich der Stadtrat an seiner Sitzung vom 18. September mit «verschiedenen Entwicklungsszenarien».

Der Stadtrat hat dabei über vier Hauptvarianten (mit zusätzlichen Untervarianten) diskutiert. Die Möglichkeiten reichten neben der Beibehaltung des heutigen Kommandanten, über verschiedene Optionen für den Einsatz eines neuen, auch externen Kommandanten, bis hin zur Auslagerung der Feuerwehrdienstleistungen an eine andere Organisation.

Da keine der Varianten restlos überzeugen konnte, hat der Stadtrat den Auftrag erteilt, eine engere Zusammenarbeit mit Schutz & Rettung Zürich zu prüfen. Bis endgültige Ergebnisse vorliegen, bleibe die Feuerwehr unter der Führung des aktuellen Kommandanten.

Leidtragende des Konflikts seien insbesondere die Angehörigen der Feuerwehr, die tagtäglich ihren Dienst zum Schutz der Stadt Kloten tun. (mst)

Erstellt: 19.09.2018, 14:30 Uhr

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