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Feuriger Abschied vom Weihnachtsbaum

Viele Gemeinden im Unterland haben am Wochenende das traditionelle Christbaumverbrennen durchgeführt, so etwa in Lufingen und Regensdorf.

Auch in Regensdorf wurden die Christbäume verbrannt.

Die Weihnachtszeit findet für viele ihren offiziellen Abschluss in der «Entsorgung» des eigenen Christbaumes. Statt ihn einfach auf den Kompost zu werfen, entscheiden sich viele für eine stimmungsvollere Variante des Abschieds – das Christbaumverbrennen. Auch in Lufingen konnten die Menschen letzten Samstag ihre Bäume in Flammen aufgehen sehen. Der Familienclub Lufingen-Augwil veranstaltete diesen Anlass auf dem Ziegeleiareal zum dritten Mal in Folge und organisierte dazu auch eine Bar mit Getränken und Grill unter dem Zelt.

Mehr Spass am Verbrennen als am Schmücken

Schon am Nachmittag sammelte sich ein beachtlicher Berg von Bäumen auf der Wiese und immer mehr Familien mit Kindern kamen von allen Seiten – ihre Bäume, gross oder klein hinter sich herziehend. Für die Hauptattraktion war Familienclubmitglied Daniel Schneebeli verantwortlich, er war für das Feuer zuständig und hatte deswegen natürlich immer die grösste Schar Kinder um sich. In Minutenabständen lud er die Tannen nacheinander ins Feuer und liess die Flammen wieder auflodern.

Die Kinder tanzten derweil wild herum, kreischten fröhlich oder filmten die Flammen. Manche schauten aber auch still und wie verzaubert zu, so etwa die vierjährige Yara und ihre zwei Jahre jüngere Schwester Ava aus Lufingen, die mit ihren Eltern Albino und Sandra Miglialo gekommen sind. «Wir sind das dritte Mal da, ein schöner Anlass», sagten die Eltern. Und für Yara stimmte es auch. Auf die Frage ihres Vaters ob sie Baumschmücken oder Baumverbrennen besser finde, sagte sich nach einer kurzen Pause mit einem schelmischen Lächeln und ohne vom Feuer wegzuschauen: «Verbrennen!»

«Natürlich, die Kinder lieben es», sagte Schneebeli amüsiert. Auf ihn wartete bis zum Abend noch einiges an Arbeit. «Letztes Jahr haben wir rund 200 Bäume verbrannt», erinnerte er sich. Und auch vor drei Jahren kamen die Familien zahlreich, wie seine Frau Yvonne bestätigte, die Präsidentin des Familienclubs ist. «Das Christbaumverbrennen fand in Lufingen vor ein paar Jahren an einem anderen Ort statt. Doch dann gab es eine Zeit lang keinen Platz mehr, um es durchzuführen», erklärte Schneebeli. Den Unterbruch beendete die Idee von Aktuar Thomas Zangerl.

«Die Gemeinde sammelte die Bäume beim Kindergarten und ich dachte, da müsste sich etwas machen lassen. Als die alte Ziegelei abgebrochen wurde, war der Platz ideal – er ist mitten im Dorf und die Leute müssen nicht lange laufen.» Wie lange es noch zur Verfügung steht, weiss Zangerl nicht, denn auf dem Areal sollen Familienhäuser gebaut werden. «Dann müssen wir wohl etwas anderes suchen.»

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