Flughafen

Flüge im Abo – ein neuer Anbieter versucht es

London ist die Destination, die von Zürich aus am häufigsten angeflogen wird. Nun versucht ein Unternehmen, eine Art Flatrate für die hochfrequentierte Strecke zu verkaufen. Neu ist diese Idee nicht.

Auf der Strecke von Zürich nach London setzt die Surf Air Flugzeuge des Typs Embraer Phenom 300 ein. Die acht Plätze in der Kabine sind so angeordnet, dass einige der Passagiere mit dem Rücken zur Flugrichtung sitzen.

Auf der Strecke von Zürich nach London setzt die Surf Air Flugzeuge des Typs Embraer Phenom 300 ein. Die acht Plätze in der Kabine sind so angeordnet, dass einige der Passagiere mit dem Rücken zur Flugrichtung sitzen. Bild: www.surfair.com

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Durchschnittlich alle 45 Minuten fliegt am Flughafen Zürich ein Flugzeug nach London. Keine andere Destination ist so gefragt wie die Metropole an der Themse.Kein Wunder also, dass nun ein findiges Unternehmen auf die Idee gekommen ist, die Verbindung zwischen Zürich und London im Abonnement zu verkaufen. Surf Air nennt sich die Firma, die seit Anfang dieser Woche darauf setzt, dass genügend Kunden so oft nach London und zurückfliegen möchten, dass sich eine Pauschale für sie lohnt.

Acht Personen pro Maschine können mitreisen

Bedienen will die Surf Air gemäss eigenen Angaben Geschäftsreisende und Vielflieger. Das wird auch beim Preis klar: Ein Abonnement gibt es ab knapp 4000 Franken pro Monat, dazu kommt noch eine einmalige Gebühr für die Erstregistrierung von rund 1300 Franken. Wer diesen Preis bezahlt, kann danach auf allen Routen des Unternehmens in Europa und in den USA so oft fliegen, wie er will. In der Schweiz wird aber vorerst nur die Strecke nach London angeboten. Surf Air fliegt allerdings nicht nach London Gatwick oder Heathrow fliegt, sondern nach Luton. Dieser Flughafen liegt etwas weiter vom Stadtzentrum entfernt als die anderen.

An Bord der Maschine – ab Zürich kommt eine Embraer Phenom 300 zum Einsatz – ist Platz für acht Passagiere. Auffallend ist, dass einige der Sitze dabei mit Blick in Richtung Heck eingebaut sind. Wer darin sitzt, fliegt also rückwärts. Laut den Testpassagieren von «20 Minuten» soll das besonders beim Start ein ungewohntes Gefühl sein. Da mit acht Plätzen und den beiden Sitzen im Cockpit die Maschine ihre Kapazität erreicht hat, fehlt eine Flugbegleitung.

Deutlich einfacher als bei einem herkömmlichen Linienflug verläuft das Check-In-Prozedere. Ein Eintreffen am Flughafen 15 Minuten vor Abflug reicht noch, das Gepäckstück nimmt man bis zum Flugzeug selber mit.

Laut eigenen Angaben möchte die Surf Air ihr Angebot schnell weiter ausbauen, mit Verbindungen nach Luxemburg, Mailand München und Cannes. Und die Strecke Zürich – London soll demnächst nicht mehr nur dreimal wöchentlich, sondern zweimal täglich angeboten werden.

Eine andere Airline probierte es mit Belgien

Ob das so schnell gelingt, ist fraglich. Denn neu ist diese Idee nicht. Seit März 2015 bietet auch schon die Take Air Flüge à discrétion zu einem fixen Preis an, allerdings nicht nach London, sondern nacht Antwerpen in Belgien. Und ähnlich wie die Surf Air jetzt hat auch die Take Air damals zu Beginn ihres Angebots davon gesprochen, man wolle schnell mehr Destinationen anbieten. Innert einem halben Jahr wollte man Paris - London sowie eine weitere Strecke im Netz haben. Diese Destinationen sucht man allerdings auch zwei Jahre später bei Take Air vergeblich. (nav)

Erstellt: 26.09.2017, 17:54 Uhr

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