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Flughafen Zürich treibt «The Circle» schneller voran

Das Milliardenprojekt «The Circle» am Flughafen Zürich wird schneller vorangetrieben als ursprünglich geplant. Die zweite Bauetappe wird bereits jetzt ausgelöst. Dabei entstehen vor allem Büros.

Visualisierung des Dienstleistungszentrum "The Circle".
Visualisierung des Dienstleistungszentrum "The Circle".
Flughafen Zürich AG

Das Projekt «The Circle» beim Flughafen ist in zwei Bauetappen eingeteilt: In der ersten Etappe, die bereits seit April 2015 in Arbeit ist, wird der Hauptteil des neuen Zentrums erstellt.

Darin sind unter anderem zwei Hotels, ein Veranstaltungszentrum, ein Ableger des Zürcher Unispitals sowie Restaurants und Geschäfte geplant. In einer zweiten Bauetappe werden hauptsächlich Büroräume erstellt. Der Baustart für den Büro-Trakt war für einen späteren Zeitpunkt geplant, wobei dieser nicht genau festgelegt war.

Grösste Baustelle der Schweiz

Wie der Flughafen am Mittwoch mitteilte, schreiten der Bau und die Vermarktung der ersten Etappe nun aber so gut voran, dass man sich entschlossen habe, die zweite Etappe bereits heute auszulösen.

Beide Projektteile werden also gleichzeitig realisiert und sollen im Herbst 2019 eröffnet werden können. Auf genaue Termine will sich der Flughafen nicht festlegen. «The Circle» ist die grösste Baustelle der Schweiz, eine datumsgenaue Planung deshalb schwierig.

Wie es beim Flughafen auf Anfrage hiess, ist der Grossteil der geplanten Büros noch nicht vermietet. Man sei aber zuversichtlich, dass dies gelingen werde, nur schon wegen der Lage in unmittelbarer Nähe zum Flughafen und mit guten Anbindungen an Zürich.

Büroflächen zu vermieten ist in Zürich momentan allerdings schwierig. Momentan stehen 410'000 Quadratmeter leer. Weil neben «The Circle» weitere Grossprojekte in der Region im Bau sind, dürfte sich die Lage gemäss Immobilien-Beratern weiter verschärfen.

Mehr Gewinn im ersten Halbjahr

Die Investitionskosten für «The Circle» betragen rund eine Milliarde Franken. Finanziert wird das Projekt über eine eigenständige Gesellschaft, an der die Flughafen Zürich AG nach eigenen Angaben «massgeblich» beteiligt ist. Ausgeführt wird es vom japanischen Architekten Riken Yamamoto.

Dass die zweite Bauetappe vorgezogen wird, hat Auswirkungen auf Zahlen. Im zweiten Halbjahr wird ein zusätzliches Sonderergebnis von 7,3 Millionen Franken erwartet.

Im ersten Halbjahr konnte die Flughafen Zürich AG ihren Gewinn um bereinigte 15,3 Prozent steigern. Unter dem Strich blieben 103,8 Millionen Franken Gewinn. Das sind 63,6 Millionen mehr als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Grund für das grosse Plus sind Sondereffekte.

Der Umsatz stieg um 2,6 Prozent auf 480,7 Millionen Franken. Dabei erhöhten sich die Umsätze im Fluggeschäft wegen des starken Passagierwachstums um 4,7 Prozent auf 292,2 Millionen Franken. Gesunken sind für einmal hingegen die Erträge aus dem Nichtfluggeschäft. Sie sanken auf 188,5 Millionen.

Von Januar bis Juni verzeichnete der Flughafen 12,6 Millionen Passagiere, ein Plus von 3,4 Prozent. Die Flugbewegungen nahmen um 1 Prozent auf 129'587 Starts und Landungen zu. Dabei sassen aber etwas weniger Passagiere in den Maschinen: Die Sitzplatzauslastung sank von 74,6 auf 73,4 Prozent.

(SDA)

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