Bülach

Freiwillige Mitarbeit der Eltern ist hier Ehrensache

Jedes Jahr freut sich der Nachwuchs des EHC Bülach auf den Eisbärencup in der Eishalle Hirslen. Mit ihrem freiwilligen Einsatz ermöglichen die Eltern, dass ein Turnier mit so vielen Gästeteams überhaupt möglich wird.

Auch die  Moskitos des EHC Bülach und des EHC Winterthur schenkten sich am Eisbärencup nichts. Der Bülacher Quinn Schläpfer (Nummer 13) kämpft gegen den Winterthurer Severin Baur (Nummer 24).

Auch die Moskitos des EHC Bülach und des EHC Winterthur schenkten sich am Eisbärencup nichts. Der Bülacher Quinn Schläpfer (Nummer 13) kämpft gegen den Winterthurer Severin Baur (Nummer 24). Bild: Sibylle Meier

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Am Donnerstag und Freitag fand in der Eishalle Hirslen der Eisbärencup statt. Acht Teams aus der Deutschschweiz mit Nachwuchsspielern der Jahrgänge 2006/7 und jünger versuchten an diesem Moskito A-Turnier, den Puck ins gegnerische Tor zu jagen. Und dies möglichst ohne die gefürchteten harten Bodychecks. Für solche gab es nämlich kein Pardon, weshalb die beiden Schiedsrichter Ivan Richner und Jung Lars Kuhn den Spielern gut auf die Finger schauen mussten. «Sie spielen schon wie die Grossen», erklärte Stefano Ponzetto, Trainer beim EHC Bülach.

Nur beim Auswechseln könnten die Spieler noch einen Gang zulegen, lautete sein Kommentar zum Spielverlauf. Denn während den 2 mal 18 Minuten dauernden Matches sollte jeder Spieler nach jeweils einer Minute eigenständig das Eisfeld verlassen und per Handschlag den nächsten Spieler aufs Feld lassen. Der Ehrgeiz der jungen Spieler sei halt manchmal so gross, dass sie oft schlicht die Zeit vergessen. Da gehe auch mal das Rufen der Trainer in der Hektik des Spiels unter.

Das Speakerhaus ganz in den Händen der Eltern

Ein Schichtplan legte fest, wie und wo die Hockey-Mütter wie Karin Zoss oder Regula Kehl gerade eingesetzt werden. Das Speakermikrofon schien dabei während des Turniers ganz in Frauenhand zu bleiben. «Ein Zusammenhang damit könnte auch unser beheiztes Speakerhaus sein», sagte eine weitere Mutter schmunzelnd. Die Hockey-Väter hingegen unterstützten die regelmässige Eisreinigung bei sprichwörtlich eisigen Temperaturen. Oder sie beaufsichtigten Spieler, die der Schiri auf die Strafbank geschickt hatte.

Marco Zoss, Bülacher Nachwuchsspieler ist froh, dass ihn seine Eltern, Christian und Karin Zoss aus Boppelsen, bei seinem Sport unterstützen.

Beim Eisbärencup gebe es keine grosse Siegerehrung in dem Sinne, erklärte Stefano Ponzetto, Trainer beim EHC Bülach. Natürlich werde um Punkte gespielt, aber für die Kids liege der Reiz des Eisbärencups darin, auf Mannschaften wie den EHC Thun zu treffen, die sonst in anderen regionalen Meisterschaften spielten, so der Trainer.

In dieser Bopplisser Familie bestimmt der Sport den Alltag

Wenn der 11-jährige Marco Zoss im blauen Dress mit der Nummer 15 auf dem Eis seinen Einsatz hat, sind seine Eltern Karin und Christian Zoss aus Bopplissen nie weit weg. Für die Fahrten zum Training sind abwechslungsweise Vater oder Mutter gefragt. Am Eisbärencup war es eine Ehrensache, dass beide anwesend waren. So konnten sie ihn auch anfeuern und ihn «in Action» sehen. Denn in einem Spiel gegen den EHC Winterthur gelang es dem Nachwuchsstürmer vom rechten Flügel, gleich drei Tore zu schiessen.

Auf die Frage nach dem Gefühl «danach», also sobald der Puck durch seine Hand beziehungsweise seinen Stock im gegnerischen Tor landet, antwortete der Nachwuchsspieler, dass er vor allem Stolz verspüre. Sichtlich stolz sind auch seine Eltern, denn jede Woche wird viermal trainiert, so Vater Christian. Da sei es schön, die «Früchte» dieses intensiven Trainings zu sehen. Und zur Lieblingsspeise und Herkunft seiner überschäumenden Energie meinte der strahlende Marco, dass er am liebsten «blutti Spaghetti» möge.

Am Samstag findet in der Hirslen der Mini Bülach Süd-Cup mit EV Zug, SC Bern, HC Bellinzona, EHC Burgdorf und EHC Bülach statt.

Erstellt: 28.12.2018, 13:57 Uhr

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