Eglisau

Gemeinde setzt auf Solarstrom von ihren Dächern

Der Gemeinderat von Eglisau will zwei Liegenschaften mit Fotovoltaikanlagen ausrüsten. Die Bevölkerung folgte an der Gemeindeversammlung einem entsprechenden Antrag und genehmigte Kredite in der Höhe von 230 000 Franken. Die Schule kündigte eine Infoveranstaltung für das geplante Schulhaus an.

Die Stimmung in Eglisau für erneuerbare Energien ist gut.

Die Stimmung in Eglisau für erneuerbare Energien ist gut. Bild: mcp

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Der Eglisauer Gemeinderat Peter Bär sieht die Stimmung für erneuerbare Energien in Eglisau als positiv an: «Wir gehören zu den progressiveren Gemeinden, die Zustimmung zum eidgenössischen Energiegesetz betrug 60,4 Prozent», sagte Bär an der Gemeindeversammlung vom vergangenen Dienstag und bezog sich damit auf die Abstimmung vom 21. Mai.

Da der Gemeinde die Vorbildfunktion bezüglich erneuerbarer Energien wichtig sei, wolle sie mit gutem Beispiel vorangehen und zwei Fotovoltaikanlagen auf zwei Dächern ihrer Liegenschaften erstellen. Das Ziel der Gemeinde ist es, eine nachhaltige Energiepolitik zu betreiben, zu der die Senkung des Energiebedarfs, aber auch der vermehrte Einsatz von Solarstrom gehört.

Eine der geplanten Anlagen soll auf dem Dach des Feuerwehrgebäudes an der Bauelenzelgstrasse 29 installiert werden, die andere auf dem Dach des Werkgebäudes Stampfi bei der Kläranlage. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Erneuerbare EnergieEglisau (3E), bei welcher die Gemeinde Mitglied ist. 3E hat der Gemeinde potenzielle Projekte aufgezeigt.

Der Strom im Stampfi wird selber verwendet

Für die Anlage im Bauelenzelg beantragte der Gemeinderat einen Kredit in der Höhe von 140 000 Franken, für diejenige im Stampfi 90 000 Franken. Auf dem Feuerwehrgebäude ist geplant, 250 Hochleistungs-Solarmodule zu installieren, die jährlich 65 000 Kilowattstunden Strom produzieren.

Auf dem Werkgebäude im Stampfi wiederum sollen 142 Solarmodule angebracht werden, die jährlich 42 000 Kilowattstunden Strom produzieren. Der Strombedarf der Gemeindeverwaltung beträgt pro Jahr 45 000 Kilowattstunden, derjenige der übrigen Gemeindebetriebe 580 000 Kilowattstunden.

Während der Strom vom Feuerwehrgebäude ins Netz eingespeist werden muss und derzeit von den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) mit sieben Rappen pro Kilowattstunde vergütet wird, kann der im Stampfi produzierte Strom direkt in der Kläranlage verwendet werden. Die eingespeiste Menge kann die Gemeinde von den EKZ als Solarstrom beziehen. Laut Bär ist die Variante, den Strom gleich selber zu gebrauchen, der beste Weg, denn für die Einspeisung erhalte man lediglich die erwähnten sieben Rappen pro Kilowattstunde.

Eine grössere Anlage im Stampfi wäre nicht möglich, weil der Schattenwurf des Eisenbahnviaduktes die Stromproduktion verhindern würde. Die Lebensdauer der Anlagen ist auf 25 Jahre ausgelegt. Die anwesenden 90 Stimmberechtigten (2,6 Prozent) folgten dem Antrag des Gemeinderats und bewilligten die Kredite für die beiden Anlagen. Bei der Umsetzung der Projekte wird wiederum die Genossenschaft 3E die Gemeinde mit ihrem Fachwissen unterstützen.

Schule macht vorwärtsmit dem Sekundarschulhaus

Genehmigt haben die Stimmberechtigten nicht nur die Solarpanels, sondern auch die Rechnungen 2016 von Politischer Gemeinde und Schule. Die Politische Gemeinde schliesst in der laufen­den Rechnung bei einem Aufwand von 29,7 Millionen und einemErtrag von 33,8 Millionen mit einem Plus von 4,1 Millionen Franken ab. Das Ergebnis fällt so positiv aus, weil die Gemeinde unerwartet 4,1 Millionen Franken mehr an Grundstückgewinnsteuern einnahm.

Die Schulgemeinde weist in der laufenden Rechnung bei einem Aufwand von 13,3 Millionen und einem Ertrag von 13,5 Millionen ein Plus von 241 000 Franken aus. Die Schulgemeinde hatte keine weiteren Traktanden zu behandeln, sie kündigte aber Veranstaltungen an: So wird sie am 29. Juni ab 19.30 Uhr auf der Bühne im Schulhaus Steinboden über das Schulhausprojekt mit den Rafzerfelder Gemeinden Hüntwangen, Wil und Wasterkingen informieren. Am 3. Oktober soll eine ausserordentliche Gemeindeversammlung über einen Kredit für einen Architekturwettbewerb befinden.

Erstellt: 08.06.2017, 11:13 Uhr

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