Freienstein-Teufen

Gemeinderat versteht 5G-Skeptiker

Der Gemeinderat nahm Stellung zum geforderten Baustopp einer 5G-Antenne. Er versteht die Bevölkerung, hat jedoch nur begrenzten Spielraum.

Der Gemeinderat nimmt Stellung zur Petition gegen eine geplante 5G-Antenne.

Der Gemeinderat nimmt Stellung zur Petition gegen eine geplante 5G-Antenne. Bild: Paco Carrascosa

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Der Gemeinterat von Freienstein-Teufen nimmt in einer Medienmitteilung Stellung zu einer Petition, die den Stopp des Baus einer geplanten 5G-Antenne fordert. Am 22. Mai übergaben rund 130 Menschen dem Gemeinderat die Petition mit 1050 Unterschriften. Sie forderten den Baustopp der Antenne auf dem Blumer-Areal, weil dort etliche Bauobjekte von überkommunaler Bedeutung stehen.

Die Bevölkerung befürchtet daher, dass das Ortsbild durch die 35 Meter hohe Antenne massiv negativ beeinträchtigt werden könnte. Zudem sind gemäss dem durch die Legislative und der Baudirektion genehmigten Gestaltungsplan in den nächsten Jahren mehr als 100 Wohneinheiten in 50 Meter Entfernung zur Antenne geplant. Der Standort der Antenne ist im Situationsplan jedoch als Grünfläche festgesetzt.

Gemeinderat mit Standort unzufrieden

Der Gemeinderat schreibt in seiner Stellungsnahme, er könne die Bedenken der Bevölkerung bezüglich der Standortwahl, in einem Areal, in dem die meisten Gebäude unter kantonalem Denkmalschutz stehen, gut nachvollziehen. Der Antennenstandort stehe im Widerspruch zu den vom Souverän und Baudirektion genehmigten Gestaltungsplanbestimmungen, gibt er der Petition recht. «Die geplante 5G-Antenne mit einer Höhe von 35 Metern würde aus Sicht des Gemeinderates im Ensemble des Blumer-Areals zu präsent und bestimmend auftreten; somit ist unseres Erachtens eine befriedigende Einordnung ins Ortsbild nicht gegeben», schreibt er weiter.

Der Gemeinderat bittet daher den Baudirektor des Kantons Zürich, die Ängste der Bevölkerung und auch seine eigenen Bedenken bei der finalen Beurteilung des Bauprojektes zu berücksichtigen.

Zurzeit ist das Baugesuch bei der Baudirektion, die es zwischenzeitlich sistierte. Die Swisscom wurde von der Baudirektion aufgefordert, zusätzliche Dokumente, wie beispielsweise eine Visualisierung der Mobilfunkantenne, für eine ausreichend detaillierte Beurteilung nachzureichen.

Gesundheit der Bürger im Zentrum Ein weiterer Punkt, der Petition ist, dass die die Gesundheitsgefährdung durch die Strahlung der neuen 5G-Technologie noch nicht abschliessend geklärt oder beurteilt worden ist. Auch bei diesem Punkt wendet sich der Gemeinderat direkt an den Baudirektor: «Gerne möchte die Exekutive den Baudirektor ermutigen, seine Direktion zu sensibilisieren, dass neue 5G-Mobilfunkantennen erst nach Vorliegen des BAFU-Berichtes, der zu den gesundheitlichen Auswirkungen Auskunft geben soll, bewilligt werden sollen.»

Erstellt: 13.06.2019, 18:09 Uhr

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