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Gemeiner Raub stört den Pfadialltag

Am kreativen Unterhaltungsabend Krua in der Mehrzweckhalle Glattfelden brannte das Lagerfeuer für einmal auf der Theaterbühne . Unterländer Pfadiabteilungen spielten sich selber – und klärten dabei auch einen Diebstahl auf.

Die Pfadimitglieder spielten sich selbst – statt im Wald aber für einmal auf der Bühne. Das Theaterstück «Seldville» war Teil des kreativen Unterhaltungsabends in der Mehrzweckhalle Glattfelden.
Die Pfadimitglieder spielten sich selbst – statt im Wald aber für einmal auf der Bühne. Das Theaterstück «Seldville» war Teil des kreativen Unterhaltungsabends in der Mehrzweckhalle Glattfelden.
Francisco Carrascosa

Geliebt oder verabscheut: der Porridge, den es in einem Pfadilager manchmal zum Frühstück gibt und dessen Aussprache manchen «Butzli» (nicht leitende Lagerteilnehmende) Mühe bereitet. Wie der Porridge gehören auch in Alufolie gewickelte Schoggibananen, ein Lagerfeuer, mehrere Planungshöcks das Lagergericht (wo Konflikte ausdiskutiert werden können) sowie der Abschlussabend bei einem Pfadilager einfach dazu.

Ein solches bildete denn auch den roten Faden durch das von Caspar Briner und Caspar Theus geschriebene Theaterstück «Seldville», das am Samstagabend sowie am Sonntagnachmittag 200 Pfadfinder aus den Regionen Rafzerfeld, Eglisau, Glattfelden und Bülach auf der Bühne der Mehrzweckhalle in Glattfelden vereinte.

Ein verschwundener Tresor

Vor je ungefähr 200 Zuschauenden führten sie den Ablauf eines Lagers auf und verflochten die üblichen kleinen Missgeschicke, die so ein Lager immer mit sich bringt – «Oh, ich habe mein Sackmesser im Zelt vergessen…!» – auf humorvolle und unterhaltsame Weise mit der Geschichte eines gestohlenen Tresors. Diesen hatte, wie gegen Ende überraschenderweise auskam, der Sheriff selbst entwendet. Gleichzeitig wunderten sich wohl manche zu Hause gebliebenen Eltern, wo die Kaffeemaschine und der Mixer plötzlich hingekommen sein könnten…

Zwischen den einzelnen Szenen überzeugte die Krua-Band, bestehend aus Caspar Briner (Schlagzeug), Caspar Theus (Bass), Dario Kermanschah (Gitarre) und Raphael Schmid (Gitarre), mit ihren selbstkomponierten musikalischen Einlagen. Die Band war an beiden Tagen überhaupt für die Unterhaltung zuständig und spielte Songs wie «An den Ufern des Mexiko River», mit denen sie wohl auch bei den Erwachsenen Erinnerungen an Nachmittage im Wald und Vorstellungen vom Leben als Cowboy weckten.

Lasso werfen und Sirupbar

«Unser Ziel ist, Werte zu vermitteln, das Zusammenleben zu ermöglichen, in der Natur zu sein und voneinander zu lernen.», erklärte Annik Müller, die mit Nicole Wischnewski für das Rahmenprogramm zuständig war. Dieses bestand unter anderem aus Lasso werfen und Gold schürfen, was insbesondere die kleineren Gäste erfreute.

Diesen dürfte zudem die farbenfrohe Sirup-Bar, an der sie ihren Getränkemix selber zusammenstellen konnten, besonders gefallen haben. «Wir stellen alle zwei Jahre ein grösseres Projekt auf die Beine, um in anderer Form als üblich zeigen zu können, wer wir sind und was wir tun.», fuhr Müller fort. Der Abschluss auf der Bühne bestand aus einem Line Dance, bei dem erstmals alle Schauspielerinnen und Schauspieler gemeinsam auftraten, alle, die Lust hatten, mitmachen konnten und der die verbindende Atmosphäre noch einmal aufleben liess. Die beteiligten Pfadis durften mit den beiden Aufführungen zu Recht zufrieden sein.

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