Gemeinschaft geht durch den Magen

Das Kochbuch «Kloten geniesst» beschreibt über 100 Rezepte der Bewohner der Stadt. Einige der Gerichte konnte man am Wochenende an der ersten Tavolata zum Buch geniessen.

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Essen verbindet und am besten isst man in guter Gesellschaft. Letztes Wochenende trafen sich deshalb zahlreiche Klotener auf dem Stadtplatz, um ihre Gaumen zu erfreuen. An einer sogenannten Tavolata wurde an neun Ständen gekocht, was im Kochbuch «Kloten geniesst» geschrieben steht. Letztes Jahr erschienen, vereint das Buch über 100 Rezepte der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt. Die kulinarischen Kompositionen sind dabei so vielfältig wie die Klotener und ihre Wurzeln selbst. Das Buch bietet zudem Impressionen aus der statt und wartet mit zahlreichen Hintergrundinformationen und Geschichten zu den Suppen, Fleischkreationen, Gebäcke und Glacés auf. Die Gastronomen und Betriebe, die an der zweitägigen Tavolata die Gerichte nachkochten, bereiteten mindestes eines der Rezepte aus dem Buch zu – viele von ihnen jenes, welches sie selbst zur Rezeptesammlung beigesteuert hatten.

Das Gemeinsame steht im Vordergrund

Der Ansatz für das Buchprojekt war für Initiantin Barbara Schäfli, Zentrumsmanagerin bei der Stadt, die Idee des Gemeinsame: «Was machen alle Menschen gern? Kochen und essen. Das haben alle Kulturen gemein. Es ist etwas sehr Verbindendes. Ich glaube, es gibt keine Kultur, in der es nicht irgendeinen Ort gibt, wo man zusammen Essen teilt.»

In ausgelassener Geselligkeit bei DJ-Musik und schönem Herbstwetter waren sowohl die Köche, wie auch die zahlreich erschienenen Besucher bester Stimmung. So etwa Beatrice Dittmann und Linda Reisinger, die am Freitag vorbeikamen. «Es ist eine tolle Sache, so etwas für alle zu veranstalten», sagte Reisinger, die zuhause selbst das Kochbuch besitzt. Sie habe zwar noch nichts daraus gekocht, aber es habe sie interessiert, wie viel kulinarische Vielfalt Kloten biete. «Wir hatten heute schon die Paella, und die italienische Suppe, beides war sehr gut», sagte Dittmann. Die italienische Pasta Fagioli gab es am Stand der Restaurants Mercato und Giardino, die Suppe war zwar nicht im Buch, dafür aber der frische Haselnusskuchen, den Agnes Bühler anbot. Die Paella war die Kreation von Koch Paco Tapia. «Wir machten beim Buchprojekt mit, weil es eine schöne Idee ist, zusammen etwas für die Stadt zu machen», sagte Bühler. Restaurant La Bottega da Pina bereitete neben ihren üblichen Speisen die im Buch verewigten Lammracks zu, bei der tibetischen Hum Kitchen gab es eine Tom Kha Gai-Suppe. Wer Fleisch wollte, kam nicht am Stand von Baracca Zermatt vorbei. Dort zauberte Barbecue-Meister Rolf Zubler aus Neuhausen mit einem riesigen Barbecue-Smoker unter anderem zarte Spareribs und saftiges Pulled Pork.

Die Tavolata bot also für jeden Geschmack etwas und folgte damit dem Konzept des Buches.

«Ich wollte, dass das Buch möglichst multikulturell ist, denn das macht Kloten aus», sagte Barbara Schäfli. 130 Nationen würden in Kloten leben. Die über Hundert Rezepte im Buch wurden von über 100 Personen – Vereinen, Paaren, Einzelpersonen – geliefert, aus über 30 Ländern. «Ich finde, es ist ein schönes Abbild der Gesellschaft.»

Der Anklang der Tavolata bei den Besuchern habe sie sehr gefreut. «Es gab eine richtige Gemeinschaft, man rutschte auf den Bänken zusammen und sprach auch mit Fremden.» Mit den Gastronomen werde sie sich in ein paar Tagen treffen, um die Tavolata für das nächste Jahr zu besprechen.

Erstellt: 16.09.2018, 16:29 Uhr

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