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Gino Bornhauser für tot erklärt

Seit fast zweieinhalb Jahren gilt Gino Bornhauser aus Eglisau als vermisst. Inzwischen ist klar: Der Rentner wurde eiskalt ermordet. Das Bezirksgericht Bülach hat ihn nun für tot erklärt.

Zwei Tage nach dem Verschwinden von Gino Bornhauser wurde sein ausgebranntes Auto in der Grenzgemeinde Lottstetten gefunden.
Zwei Tage nach dem Verschwinden von Gino Bornhauser wurde sein ausgebranntes Auto in der Grenzgemeinde Lottstetten gefunden.
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22. April 2016: Gino Bornhauser, damals 67 Jahre alt, streitet sich auf einem Parkplatz in Rafz mit seinem ehemaligen Nachbarn. Es ist das letzte Lebenszeichen des Rentners. Der Nachbar, ein Brasilianer und Vater von drei Mädchen, wird wenig später verhaftet und gesteht, Bornhauser umgebracht zu haben. Er konnte sich aber nicht erinnern, wo er die Leiche abgelegt hat. Diese blieb trotz gross angelegten Suchaktionen bis heute unauffindbar. Für die Angehörigen hatte das einschneidende Konsequenzen: Fragen zum Erbe, zur Auflösung der Ehe oder zu den Leistungen der Witwen-, Witwer oder Waisenrente blieben offen. Der Grund: Die Familie hat erst darauf Anspruch, wenn der Vermisste von einem Gericht für verschollen oder tot erklärt wird.Rainer Hohler, Bezirksgerichtspräsident in Bülach, bestätigt: «Gino Bornhauser wurde am 24. August für tot erklärt.» Witwe Petra Bornhauser ist froh: «Bisher haben wir Angehörigen noch keinen Rappen gesehen.» Im Gegenteil: Alles sei mit Kosten verbunden gewesen.

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