Bassersdorf

Grossaufmarsch der Narren am Fasnachtsumzug in Bassersdorf

Beim Fasnachtsumzug in Bassersdorf sind indiesem Jahr viele sehr kreative Wagen unterwegs gewesen. Und es gab deutlich mehr Zuschauer als noch im vergangenen Jahr.

Video: Simon Grässle


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«Hierher! Hierher!», rief einer aus dem Anhänger, der direkt an der Umzugsroute stand und von dem aus die einheimischen Gemeinderäte und geladenen Gäste die Bassersdorfer Fasnacht mitverfolgen konnten. Einer der Clowns, die den Wagen «Adam sucht Eva» – eine Anspielung auf digitale Liebschaften – zu Fuss begleiteten, liess sich nicht zweimal bitten. Mit einem dumpfen Knall feuerte er aus einer Kanone eine volle Ladung Konfetti aufdie Gäste. Die Wucht der Papierschnipsel war so gewaltig, dass die Plane im Anhänger erzitterte.

Konfetti regnete es im Bassersdorfer Dorfkern gestern Nachmittag zigfach. Die meisten der 42 teilnehmenden Gruppen an diesem 61. Bassersdorfer Fasnachtsumzug der Neuzeit wollten offenbar auf Bewährtes setzen, um die Menge in Fasnachtsstimmung zu bringen. Doch es gab auch jene Gruppen, die sich dazu etwas Spezielles hatten einfallen lassen.

So liess die Nägelsee-Klique aus Winterthur ausgewählte Zaungäste ein über­dimensionales «Vier gewinnt» spielen. Und die Gruppe «Vegan isch eus Wurscht» verteilte provokativ Cervelatstückchen andie Schaulustigen. Originell war auch die Idee des Fasnachtskomitees aus Marthalen, Trüllikon und Rheinau. Das hatte einen Postwagen nachgebaut – inklusive Drohne, womit die Post künftig ausgeliefert werden soll – nur verteilte die Fasnachtsdrohne keine Briefe, sondern gelbe Konfetti in alle Himmelsrichtungen.

Deutlich mehr Leute als im Vorjahr am Umzug

Während die bunten und lauten Fasnachtswagen sich den Weg durch die Menge bahnten, wurden die Plätze hinter den Abschrankungen an der Umzugsroute immer umkämpfter. «Es sind deutlich mehr Leute hier als im letzten Jahr», meinte Rolf Zempf, Präsident des Bassersdorfer Fasnachtskomitees, das den Umzug jeweils organisiert. Im vergangenen Jahr hatte der Umzug rund 11 000 Schaulustige angezogen, in diesem Jahr dürften es an die 15 000 gewesen sein. Darunter auffällig viele Kinder, die sich als Polizisten, Feuerwehrmänner, Comicfiguren und Prinzessinnen verkleidet hatten.

Während die meisten Besucher wohl aus der Region stammten, gab es auch von weiter her an­gereiste Teilnehmer am Umzug. So etwa der Schlagzeuger im Schnudernase-Rad, der eigens aus Australien an die Basi-Fasnacht kam. Er sass im «kleinsten elektrobetriebenen mobilen Riesenrad der Welt», wie es die ­Erbauer vom Fasnachtskomitee Bassersdorf stolz bezeichnen.

Zusammen mit zwei Trompetern musizierte er auf dem Miniriesenrad. «Er hat gesagt, er komme an den Umzug, wenn wir diese Konstruktion tatsächlich bauen würden», verriet Zemp. Gesagt, getan – das Fasnachtskomitee ­begann im Januar mit dem Bau, wobei es in den letzten beiden Wochen vor dem Umzug noch an einigen Details feilen musste.

Der neuste Coup der Narren kommt gut an beim Publikum

Der ausgewanderte Schlagzeuger, der seit rund zehn Jahren an keiner Fasnacht mehr teilgenommen hatte, reiste im Gegenzug nach Bassersdorf. Doch wie kam das Rad beim Publikum an? «Es ist interessant», meinte eine ­Hexe hinter der Absperrung. «Es ist mal etwas Neues.» Und im Vergleich zur Achterbahn, mit der das Fasnachtskomitee im letzten Jahr berühmt wurde? «Mir gefällt das Rad besser», sagte sie.

Gefallen fanden auch die Organisatoren. «Wir sind sehr zufrieden», meinte Zemp. Es sei alles so abgelaufen, wie man es sich vorgestellt habe. «Und dieses Jahr hat auch noch das Wetter mitgespielt, so war es umso schöner.»

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 27.02.2017, 09:33 Uhr

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Grossaufmarsch der Narren am Fasnachtsumzug in Bassersdorf

Grossaufmarsch der Narren am Fasnachtsumzug in Bassersdorf Beim Fasnachtsumzug in Bassersdorf sind indiesem Jahr viele sehr kreative Wagen unterwegs gewesen. Und es gab deutlich mehr Zuschauer als noch im vergangenen Jahr.

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