Bundesgerichtsentscheid

Grünes Licht für den Halbstundentakt

Die S 3 zwischen Zürich-Hardbrücke und Bülach darf ab Dezember während der Hauptverkehrszeiten wie geplant halbstündlich verkehren. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des BAV abgewiesen.

Die S3 fährt ab Dezember definitiv häufiger.

Die S3 fährt ab Dezember definitiv häufiger. Bild: Donato Caspari

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Die S3 kann ab Dezember wie geplant während der Hauptverkehrszeiten im Halbstundentakt bis nach Bülach fahren. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Bundesamtes für Verkehr (BAV) abgewiesen und die vorsorgliche Massnahme der Vorinstanz bestätigt.

Wie der ZVV in einer Mitteilung schreibt, ist man sehr erfreut über diesen Entscheid. Die Strecke zwischen Zürich Hardbrücke und Bülach sei stark ausgelastet und der Halbstundentakt komme den zahlreichen Fahrgästen zu Gute.

Der Halbstundentakt der S3 am Morgen und am Abend ist schon seit Jahren geplant. Die dafür notwendigen zusätzlichen Doppelstockzüge sind bereits bei den SBB bestellt worden.

BAV wollte Güterverkehr priorisieren

In die Quere kam diesen Plänen das Bundesamt für Verkehr (BAV). Dieses hatte in seinen Netznutzungsplänen für das schweizerische Schienennetz die sogenannten Trassen, welche der ZVV für den Halbstundentakt der S3 benötigt, dem Güterverkehr zugesprochen. Unter diesen Voraussetzung hätte die S3 nur im Stundentakt verkehren können.

Der ZVV hatte daraufhin gemeinsam mit der Stadt Bülach gegen die Trassen-Zuteilung eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt.

Dieses hat über diese Beschwerde noch nicht abschliessend entschieden. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme sprach es aber im vergangenen Juli die benötigten Trassen dem ZVV zu. Diesen provisorischen Entscheid hat nun das Bundesgericht gestützt und eine entsprechende Beschwerde des BAV abgelehnt.

Bundesgericht sieht keine Willkür

Das Bundesgericht hatte sich mit der Frage zu befassen, ob die vorsorgliche Massnahme des Bundesverwaltungsgerichts willkürlich getroffen wurde. In seinem Urteil verneint das Bundesgericht dies klar.

Neben den zusätzlichen Zügen, wird auch das Busangebot in der Region per Dezember entsprechend angepasst. (huy)

Erstellt: 10.10.2018, 10:43 Uhr

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