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Haarscharf am Gefängnis vorbeigeschrammt

Ein heute 58-jähriger IV-Rentner hat in Freienstein seine Liegenschaft für eine Hanf-Indoorplantage zur Verfügung gestellt. Das Obergericht gab ihm eine letzte Chance.

Attila Szenogrady
Der Angeklagte liess einen Drogenhändler in seinem Keller 400 Hanfpflanzen und 700 Setzlinge anbauen.
Der Angeklagte liess einen Drogenhändler in seinem Keller 400 Hanfpflanzen und 700 Setzlinge anbauen.
Symbolbild / Kantonspolizei Zürich

Zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren unbedingt hatte ihn das Bezirksgericht Bülach im April 2015 verurteilt. Diese hob das Obergericht nun zugunsten einer ambulanten Suchtbehandlung auf. Obwohl der zuständige Staatsanwalt Rolf Jäger an der gestrigen Verhandlung in Zürich erklärte: «Beim Beschuldigten handelt es sich um einen ‹Grufti unter den Kiffern›.» Das verwundert nicht, zumal der gelernte Elektromechaniker bereits inder Rekrutenschule auf den Geschmack von Haschisch kam. Das war 1978. Aus dem Dienst sei er als Kiffer und Trinker zurückgekehrt, erinnerte sich der heute 58-jährige Zürcher Unterländer zurück. Nachdem er sich bei einem gescheiterten Schmuggel von 160 Kilogramm Cannabis beteiligt hatte, floh er auf die Philippinen, wo er über mehrere Jahre lebte und eine Familie gründete.

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