Bülach

Hühner aus Ton und Herbstbilder in Braun- und Orangetönen

Die Bilder der Glattfelder Kunstmalerin Irmgard Risch und die Tonkreationen der Höremerin Claudia Vanz waren erstmals in einer Ausstellung vereint.

Irmgard Risch (links) und Claudia Vanz.

Irmgard Risch (links) und Claudia Vanz. Bild: Paco Carrascosa

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Über 100 Gäste gaben sich am Freitagabend in der Schüür von Sepp Specogna und Gattin Ursula Inalbon Specogna in Bülach die Klinke in die Hand. «Das Ambiente in diesen Räumlichkeiten könnte für eine Ausstellung nicht passender sein», sagte die Glattfelder Künstlerin Irmgard Risch in ihren Begrüssungsworten.

Die beiden Ausstellerinnen haben sich schon vor Jahren kennengelernt. Irmgard Risch war damals Schulpflegerin, Claudia Vanz arbeitete als Kindergärtnerin. Nun wurde aus ihrer Idee schliesslich doch noch ein konkretes Projekt.

Die Ausstellung von Freitag bis Sonntag zeigte rund 30 Bilder von Risch – sowohl abstrakte als auch gegenständliche Werke, welche aufgrund realistischer Bezüge entstanden sind. «Der Blick in die Natur ist mein Impulsgeber», erklärte die 65-jährige Künstlerin, die in Köln geboren und im Alter von zwölf Jahren mit ihrer Familie in die Schweiz ausgewandert ist. Mit dem Thema Kunst sei sie schon früh in Berührung gekommen, da ihr Vater Bilder und Skulpturen ausgestellt habe. «Nach der eigenen Familienzeit kann ich mir inzwischen für meine Malerei mehr Zeit nehmen», sagt Risch.

Ihre Werke bestechen durch Vielfalt. So zeigt sich die Collage «Herbst» in goldenen Braun- und Orangetönen, angereichert mit Strukturpaste, Beton, Sand und Styroporkugeln, welche dem Kunstwerk eine dreidimensionale Wirkung verleihen. Daneben wirken die leichten, fliessenden Wasserwelten und zarten Acrylbilder zwar konträr im Stil, gleichzeitig aber auch ergänzend. «Gegensätze liegen mir am Herzen», bestätigte die Künstlerin, welche in Eglisau ein kleines Atelier besitzt und ihre Freude am Malen in Malklassen weitergeben möchte.

Verschiedenste Kreationen

Die Tonarbeiten von Claudia Vanz ergänzten die Bilder in idealer Weise. Überraschungseier, welche sich öffnen lassen, Hühner, farbenfrohen Stelen, Backformen, Vasen und Schalen: Die Vernissagebesucher konnten sich kaum sattsehen an den liebevoll gestalteten Kreationen aus Ton. Für die 56-jährige gelernte Kindergärtnerin und Hortnerin, die momentan als Heilpädagogin arbeitet, ist es die erste Ausstellung. Als Künstlerin möchte sie sich nicht bezeichnen, sagte Vanz bescheiden: «Ich bin mehr Pädagogin als Künstlerin.» Vom Material sei sie schon immer fasziniert gewesen. «Mit Ton kann immer wieder Neues entstehen.» In ihrem Werkatelier in Höri bietet Claudia Vanz Töpferkurse an.

Vernissage-Besucherin Angela Nussbaumer aus Glattfelden zeigte sich sehr angetan von der Ausstellung. «Ich bin beeindruckt von den Bildern mit ihren Gegensätzen und der gleichzeitigen Verbundenheit von Farben und Formen. Zudem interessiere ich mich sowohl für einen Mal-, als auch für einen Töpferkurs.» Christian Meier und Gattin Andrea Wydler Meier erstanden vor Ort das Bild «Lebensfluss». Sie seien beide davon begeistert gewesen. Für Sepp Specogna war es eine gelungene Ausstellung. «Es gefällt mir, wenn die Aussteller mit viel Herzblut dabei sind.»

Erstellt: 08.04.2019, 16:40 Uhr

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