Wahlen 2015

Im Wahlkampf gibt die SVP am meisten Geld aus

Eine Umfrage des ZU zeigt, dass die befragten und antwortenden SVP-Politiker doppelt so viel Geld für den Wahlkampf ausgeben wie alle anderen Unterländer Kandidaten zusammen.

Die Watterin Barbara Steinemann (SVP) investiert rund 60000 Franken an eigenen Mitteln in den Wahlkampf.

Die Watterin Barbara Steinemann (SVP) investiert rund 60000 Franken an eigenen Mitteln in den Wahlkampf. Bild: Keystone

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Der ZU hat Unterländer Kandidaten der Nationalratswahl zu ihrem Wahlkampfbudget befragt. 20 von ihnen gaben Auskunft. Sieben Kandidierende wollten ihre eigenen und Spendenmittel nicht offenlegen, diverse antworteten schon gar nicht erst auf die Anfrage des ZU, darunter der bisherige Nationalrat Ernst Schibli (SVP, Otelfingen).

Mit welchen Mitteln er dieses Mal die Wiederwahl schaffen will, bleibt daher unklar, genau wie bei seinem Orts- und Parteikollegen Jürg Sulser, der Angaben zu seinem Wahlkampfbudget verweigert. Keine Auskunft geben auch die EDU-Kandidaten Michael Welz (Oberembrach), Thomas Lamprecht (Bassersdorf) und Stefan Zimmerli (Bülach). Die Nummer 1 auf der Liste der Jungen SVP, Pascal Theiler (Schöfflisdorf) sowie die aussichtsreichste Unterländer CVP-Kandidatin Corinne Thomet-Bürki (Kloten) verzichten ebenfalls auf Transparenz.

Zwei toppen den Rest

Ausser Schibli haben aber alle Unterländer mit realistischen Wahlchancen ihr Wahlkampfbudget offengelegt. Am meisten gibt die Watterin Barbara Steinemann aus, die 60 000 Franken eigene Mittel investiert. Dahinter folgt Riverside-Besitzer Hans-Ulrich Lehmann, der angibt, über 50 000 Franken in den Wahlkampf zu investieren. Diese beiden geben damit zusammen mehr aus, als die nächsten 18 auf der Liste der Antwortenden zusammen.

Der Opfiker Stadtrat Jörg Mäder (GLP) investiert weniger als 20 000 Franken aus dem eigenen Sack in seinen Wahlkampf. SP-Nationalrat Thomas Hardegger (Rümlang) folgt mit 12 000 Franken, Kantonsrat Robert Brunner (Grüne, Steinmaur) ist mit 10 000 Franken der letzte Kandidat, der eine fünfstellige Summe vom eigenen Konto in seinen Wahlkampf einfliessen lässt.

SVP-Urgestein Hans Fehr (Eglisau) macht für seinen Wahlkampf 7000 Franken locker. Seine Wiederwahl gilt als ziemlich sicher. Im Gegensatz dazu kämpft Hans Egli (Steinmaur) darum, für die EDU einen Sitz in Bern zu holen. Egli investiert dafür 5000 Franken.

SP sammelt am meisten

Die Otelfinger GLP-Kantonsrätin Barbara Schaffner gibt ebenfalls 5000 Franken aus, womit die Grünliberalen nach der SVP am meisten eigene Mittel für den Wahlkampf aufbringen. Dahinter kommt die SP, bei welcher neben Hardegger die Kantonsräte Priska Seiler Graf (Kloten) 2000 und Daniel Frei (Niederhasli) 1000 Franken investieren. Parteimässig folgen dann die Grünen mit Brunner und Regula Kaeser-Stöckli (Kloten, je 1000 Franken), die EDU und die CVP, wo Babette Sigg Frank (Kloten), Präsidentin der CVP Frauen Schweiz, 4000 Franken aus dem eigenen Sack zahlt.

Etwas anders sieht die Liste der Spendengelder aus. Hier stehen Thomas Hardegger und Hans Egli mit je 10 000 Franken an der Spitze der Rangliste. Jörg Mäder und Ex-Nationalrat Markus Wäfler (EDU) sammelten je 5000 Franken, Priska Seiler Graf 4000 Franken. Hans Fehr weist 2000 Franken Spendengelder aus. Keinen einzigen Spendenfranken gesammelt haben nach eigenen Angaben Barbara Steinemann und Hans-Ulrich Lehmann, die beiden Spitzeninvestoren.

Erstellt: 28.09.2015, 21:18 Uhr

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