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Implenia mit Gewinnsprung im vergangenen Jahr

Der Baukonzern Implenia hat im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung gemacht. Bei einem leichten Umsatzrückgang auf 3,27 Milliarden Franken schoss der Betriebsgewinn um 20,4 Prozent auf 103,7 Millionen Franken nach oben.

Das Immobilienentwicklungsgeschäft in der Schweiz konnte mit 37 Millionen Franken einen neuen Rekord-EBIT einfahren.
Das Immobilienentwicklungsgeschäft in der Schweiz konnte mit 37 Millionen Franken einen neuen Rekord-EBIT einfahren.
Keystone

Unter dem Strich verdiente der grösste Baukonzern der Schweiz 64,5 Millionen Franken, wie Implenia am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Das sind 23,9 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Damals hatte Implenia allerdings einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Grund dafür waren vor allem Sonderkosten für die Übernahme von Bilfinger Construction. Aber auch ein schlechterer Geschäftsgang im Bereich International hatte aufs Ergebnis gedrückt.

Nun gelang 2016 die Wende im klassischen Total- und Generalunternehmergeschäft, das den Betriebsgewinn um rund 18 Millionen Franken steigern konnte. Die Massnahmen zur Verbesserung der operativen Leistung hätten Wirkung gezeigt und den erfolgreichen Turnaround möglich gemacht, hiess es.

Der Hoch-, Tief- und Strassenbau in der Schweiz habe an die starke Leistung des Vorjahres angeknüpft, Insbesondere in der Romandie sei die Auslastung konstant hoch, obwohl Grossprojekte auf dem Markt fehlten. In der Deutschschweiz konnte das Geschäft indes die Erwartungen nicht erfüllen, wie Implenia schrieb.

Der Betriebsgewinn (EBIT) des Segments Schweiz, das das klassische Baugeschäft, die Total- und Generalunternehmung, sowie den Strassen- und Tiefbau inklusiv Belags- und Kieswerke umfasst, kletterte um beinahe die Hälfte auf 56,3 Millionen Franken.

Rekord im Immobiliengeschäft

Das Immobilienentwicklungsgeschäft in der Schweiz konnte mit 37 Millionen Franken einen neuen Rekord-EBIT einfahren. Grund dafür sei neben den generell guten Marktbedingungen vor allem das starke Portfolio an eigenen Projekten, hiess es. In der Infrastruktursparte, die den Tunnelbau, den Spezialtiefbau und Grossprojekte bündelt, habe Implenia ein Ergebnis über den Erwartungen erzielt.

Der EBIT verbesserte sich um gut ein Fünftel, wenn man die Amortisationskosten für die im Zuge des Kaufs von Bilfinger Construction erworbenen immateriellen Vermögenswerte ausklammert.

Die Sparte International mit den Flächengeschäften in Deutschland, Österreich, Schweden und Norwegen musste erneut Federn lassen. Der EBIT stürzte ab. Negativ habe sich der enttäuschende Geschäftsgang in Norwegen ausgewirkt. Die dortige Organisation habe nach dem Personalausbau die angestrebte Effizienz noch nicht erreicht. Zudem brachten mehrere Projekte ein ungenügendes Ergebnis.

Implenia gab mit einer Neuausrichtung Gegensteuer. Das Marktpotential in Norwegen sei weiterhin intakt, schrieb der Konzern. Die Flächengeschäfte in Deutschland und Österreich lägen auf Kurs. Die Kieswerke in Mali und an der Elfenbeinküste hätten sich erneut erfreulich entwickelt.

Zuversicht für 2017

Für das laufende Jahr zeigt sich Implenia zuversichtlich. Der Auftragsbestand der Gruppe hat Ende 2016 mit 5,17 Milliarden Franken den Rekord des Vorjahres nochmals leicht übertroffen. Der Konzern will heuer ein EBIT von 140 bis 150 Millionen Franken erreichen.

Insgesamt hat Implenia mit den Zahlen für das vergangene Jahr die Erwartungen der Finanzgemeinde verfehlt. Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Umsatz von 3,4 Milliarden Franken und einem Betriebsgewinn von 103,2 Millionen Franken gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie 68,7 Millionen Franken vorhergesagt.

SDA/mcp

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