Opfikon

In der Schweiz von der Verstrahlung erholen

Die Organisation Tschernobylhilfe Hardwald will wieder 30 Kindern aus Weissrussland Ferien in der Schweiz ermöglichen. Dafür sucht sie noch Gasteltern.

Mit den Kindern aus Weissrussland, die Ferien in der Schweiz verbingen, werden auch Ausflüge gemacht, wie hier im Bild an den Rheinfall.

Mit den Kindern aus Weissrussland, die Ferien in der Schweiz verbingen, werden auch Ausflüge gemacht, wie hier im Bild an den Rheinfall. Bild: pd

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Sie sind häufig krank und müssen sich teilweise von radioaktiv verstrahlten Lebensmitteln ernähren. Kinder aus Weissrussland leiden noch heute, 32 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, an den Folgen des Unglücks.

Die ständige Strahlenbelastung führe besonders bei allen Kindern zu schwächlichem Allgemeinzustand und verzögerter Entwicklung, sagt Peter Graf, Präsident des Vereins Tschernobylhilfe Hardwald. Die Organisation mit Sitz in Opfikon ermöglicht deshalb jedes Jahr 30 Kindern einen knapp vierwöchigen Aufenthalt in der Schweiz. Für die Unterbringung suchen die Verantwortlichen zurzeit noch Gasteltern.

Auch Gast-Grosseltern gefragt

Zum Zug kommen Mädchen und Buben zwischen 8 und 14 Jahren, die anhand strenger Kriterien ausgewählt werden. Vom Programm sollen vor allem Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen profitieren, die zudem an gesundheitlichen Problemen leiden. Jedes Kind bekommt höchstens einmal die Gelegenheit für einen Aufenthalt in der Schweiz.

Die Organisation bietet den jungen Gästen diverse Aktivitäten und Ausflüge, so zum Beispiel einen Besuch im Zoo und am Rheinfall oder einen Bastelnachmittag.

Zudem unterstützt ein Team von Freiwilligen und Dolmetscherinnen die Gastfamilien. Über ein Nottelefon ist stets jemand erreichbar. Eigene Kinder seien für die Gastgeber keine Bedingung, betont Graf. «Manche Kinder sind sogar froh, in den Ferien mal ohne Geschwister zu sein.» Deshalb sind auch pensionierte Personen willkommen. Paare werden bevorzugt, einzelne Männer werden wenig, Frauen ab und zu berücksichtigt. Manchmal empfiehlt es sich, gleichzeitig zwei Kinder aufzunehmen.

Die Reise- und Versicherungskosten werden durch Spenden finanziert. Von den Gastfamilien wird vor allem erwartet, dass sie gerne Kinder haben und bereit sind, sich auf eine Begegnung mit Menschen einer anderen Kultur einzulassen. Der knappe Monat in einer gesunden Umgebung habe erfahrungsgemäss einen nachhaltigen Effekt, sagt Peter Graf. «Ein Grossteil der Kinder bleibt danach das gesamte Jahr über gesünder.»

Infoanlass: Samstag, 10. März, 10 bis 12 Uhr, Jucker Farmart, Dorfstrasse 23, Aathal-Seegräben. Samstag, 17. März, 10 bis 12 Uhr, reformierte Kirchgemeinde, Schulstrasse 2, Opfikon-Glattbrugg. www.tschernobylhilfe.ch. (asö)

Erstellt: 13.02.2018, 15:28 Uhr

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