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Jahrzehntelange Unterstützung für Kinder und Jugendliche

Seit 60 Jahren unterstützt die Stiftung Kinderhilfe des Swissair-Personals Kinder und Jugendliche im In- und Ausland finanziell. Im Fokus stehen dabei Bildung und Schulen.

Die Stiftung Kinderhilfe des Swissair-Personals unterstützt unter anderem das SOS-Kinderdorf in Bangui, das in der Zentralafrikanischen Republik liegt.

Die Stiftung Kinderhilfe des Swissair-Personals unterstützt unter anderem das SOS-Kinderdorf in Bangui, das in der Zentralafrikanischen Republik liegt. Bild: pd

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Der Name Swissair ist in den letzten Jahren von der Bildfläche verschwunden. Doch die Stiftung Kinderhilfe des Swissair-Personals darf ihn in ihrem Namen belassen – mit offizieller Genehmigung, wie Walter Vollenweider, seit 2004 Präsident der Stiftung, versichert. Vollenweider hat 36 Jahre bei der Swissair im Bereich Marketing und Verkauf gearbeitet, bis er 2001 vorzeitig in den Ruhestand trat – wegen des Groundings. Nicht am Boden stehen geblieben ist in all den Jahren die Stiftung. Diese wurde 1956 von damaligen Swissair-Angestellten ins Leben gerufen, die, berührt von den vielen Ungarn-Flüchtlingen, humanitäre Hilfe leisten wollten.

25 Millionen Franken in 30 Projekte geflossen

Ende der 70er-Jahre entstand die Zusammenarbeit mit der Stiftung SOS Kinderdorf International. Es wurden verschiedene Swissair-Häuser in SOS-Kinderdörfern eröffnet, zum Beispiel in Thailand oder in Senegal. Heute sind es 21 Häuser in SOS-Kinderdörfern, verteilt auf vier Kontinente, die finanziert werden. Daneben erhalten weitere Organisationen Geld. Seit der Gründung vor 60 Jahren sind insgesamt 25 Millionen Franken in rund 30 verschiedene Projekte geflossen, welche die Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen unterstützen.

«Wir überweisen kein Geld, wenn wir nicht jemanden persönlich kennen», erklärt Walter Vollenweider die seit Jahrzehnten erfolgreiche Strategie bei der Spendenvergabe. Dabei habe sich der persönliche Einsatz der insgesamt 27 Stiftungsrätinnen und -räte stets bewährt.

Auch Ursula Rosenberger aus Glattbrugg hat 36 Jahre lang in verschiedenen Funktionen bei der Swissair gearbeitet. Seit 22 Jahren ist sie im Stiftungsrat der Stiftung Kinderhilfe des Swissair-Personals. «Es war genau das, was ich machen wollte», erinnert sie sich an den Moment, als man sie anfragte. Sie übernahm die Administration und bearbeitete während zwölf Jahren die Spenderdatenbank. Heute ist sie für das Sekretariat zuständig und betreut einige von der Stiftung unterstützte Hilfswerke, vor allem in Indien und Nepal.

Rund 1000 Personen gehören zum Kreis der treuen Spenderinnen und Spender. Dieser setzt sich mehrheitlich aus ehemaligem und pensioniertem Swissair- Personal zusammen. Einige Hundert weitere Personen spenden gelegentlich.

Spenderkreis soll erweitert werden

Gemäss Walter Vollenweider möchte man an neue, jüngere Spenderinnen und Spender herankommen. Seit einem Jahr ist die Stiftung auf sozialen Netzwerken im Internet präsent, was sich positiv auswirke. Die Spendeneinnahmen sind weiterhin auf Kurs.

Und quasi zum 60. Geburtstag durfte die Stiftung erstmals zwei Legate in der Höhe von rund einer Million Franken entgegennehmen. Man gehe davon aus, dass diese Form der Spenden in Zukunft noch zunehmen werde. «Zehn Jahre gibt es unsere Stiftung sicherlich noch», ist Walter Vollenweider überzeugt.

Erstellt: 18.07.2016, 17:33 Uhr

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