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Jegge will Untersuchungs-Kosten nicht zahlen

Jürg Jegge will die Kosten, die für die Untersuchung wegen der Missbrauchsvorwürfe entstanden sind, nicht zahlen.

Anfang April wurde der 73-jährige Jürg Jegge in einem Buch schwer beschuldigt.
Anfang April wurde der 73-jährige Jürg Jegge in einem Buch schwer beschuldigt.
Archiv, Enzo Lopardo

Der ehemalige Zürcher Sonderschullehrer Jürg Jegge wehrt sich gegen die Kosten, die er aufgrund eines Vorabklärungsverfahrens wegen Missbrauchsvorwürfen zahlen soll. Der Beschuldigte habe vor Ablauf der Frist Ende letzter Woche eine entsprechende Eingabe gemacht.

Dies teilte die Oberstaatsanwaltschaft am Montag auf Anfrage der sda mit. Abgesehen davon ist der Fall Jegge für die Zürcher Justiz aber erledigt. Die Frist für neue Beweisanträge sei ohne neue Eingaben von Geschädigten abgelaufen. Gegen den früheren Sonderschulleher wird es somit kein Strafverfahren geben, weil die Missbrauchsvorwürfe verjährt sind.

Die Staatsanwaltschaft hatte zahlreiche Personen befragt, die als Jugendliche mit Jegge Kontakt gehabt hatten und von einem Missbrauch hätten betroffen sein können. Sie kam jedoch zum Schluss, dass entweder keine oder aber nur verjährte strafbare Handlungen stattgefunden hatten.

Buch brachte Fall ins Rollen

Anfang April hatte ein ehemaliger Schüler Jegge sexuellen Missbrauch vorgeworfen. Er hatte ein Buch mit seiner Geschichte veröffentlicht. Unter dem Vorwand einer therapeutischen Massnahme soll es über Jahre zu körperlichen Übergriffen gekommen sein, bei denen sie beispielsweise gemeinsam onaniert hätten.

Jegge räumte ein, dass es sexuelle Kontakte gegeben habe. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei führten daraufhin eine Razzia in Jegges Haus durch.

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