Flughafen

«Kein aussergewöhnliches Ereignis»

Wegen Sturmtief «Sebastian» mussten am Donnerstag drei Flugzeuge durchstarten. Eine Airbus A380 von Singapore Airlines landete anschliessend gar in Frankfurt, weil dem Piloten eine Landung in Zürich nicht möglich schien.

Hier landen die Flugzeuge auf der Piste 28 und bekunden mit den Windverhältnissen von Donnerstagmittag keine grossen Probleme.
Video: Michael Caplazi

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Der Sturm kam nicht überraschend - Meteorologen hatten das Sturmtief «Sebastian» angekündigt. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h wütete es auch am Flughafen.

«Das Umstellen des Pistenkonzepts dauert seine Zeit», sagte Skyguide-Sprecher Vladi Barrosa auf Anfrage. Schon morgens um 05.42 Uhr entschieden die Flughafen-Verantwortlichen, dass die Landungen während des kommenden Sturms in zwei Slots auf der Piste 28 erfolgen sollten. Und zwar von 07:40 Uhr bis 09:20 Uhr und von 10.20 Uhr bis 13:00 Uhr. Diese Umstellung wurde nötig, weil die übliche Piste 14 bei entsprechender Wind-Situation für Landungen nicht geeignet ist.

«Wind vorauszusagen ist extrem schwierig», sagt Barrosa. Dennoch sei das Wetter-Ereignis von gestern «kein Aussergewöhnliches» gewesen. Weil aber eine extrem grosse Maschine mit dem Seitenwind zu kämpfen hatte und den Kampf dann auch noch verlor, sei plötzlich eine grosse mediale Aufmerksamkeit entstanden.

Via Frankfurt zurück nach Zürich

Dem Piloten der Airbus A380 der Singapore Airlines gelang es nämlich nicht, seine Maschine in Zürich zu landen. Hartnäckig versuchte er dies in drei erfolglosen Anflügen, bevor er die Segel strich und Kurs auf Frankfurt nahm. Dort wurde die Maschine von einer Feuerwehreskorte empfangen, dann kontrolliert und frisch betankt, bevor die A380 wieder abhob - erneut Kurs auf Zürich nahm und schliesslich um 13:09 Uhr sicher landete.

Auch die Passagiere von zwei weiteren Flugzeugen erlebten abenteuerliches beim Anflug auf den Flughafen Zürich: Eine aus Napoli kommende Maschine von Easyjet, eine Airbus A319, musste einmal durchstarten, bevor sie anschliessend sicher aufsetzte. Eine Airbus A330 von Qatar Airways, von Doha kommend, durchlief das selbe Prozedere.

Gemäss Vladi Barossa kam es während der Umstellung des Landekonzepts zu keinen Problemen und um die Mittagszeit schwächte sich der Sturm so ab, dass die Windverhältnisse für die Flugzeuge und deren Piloten kein Problem mehr darstellten.

Erstellt: 14.09.2017, 16:00 Uhr

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