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Keine Flüge nach München

Schlechte Nachrichten für alle, die am Mittwoch nach München fliegen wollen: Die Swiss streicht wegen der dortigen Streiks des Bodenpersonals alle Flüge.

Acht Flüge der Swiss nach München werden am Mittwoch gestrichen.
Acht Flüge der Swiss nach München werden am Mittwoch gestrichen.
Keystone

An sechs Deutschen Flughäfen wird am Mittwoch gestreikt. Mit den Streiks will die Gewerkschaft Verdi den Druck im Tarifstreit erhöhen. Bestreikt werden sollen etwa Check-ins, Werkstätten, Luftsicherheitskontrolleure sowie Bodenverkehrsdienste wie Vorfeld, Fracht, Gepäck und Verwaltung. In Frankfurt, München und Köln/Bonn legen gar auch die Flughafenfeuerwehren ihre Arbeit nieder – mit grossen Auswirkungen: Ohne Feuerwehr ist ein Flugbetrieb aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Die Swiss hat deshalb alle ihre Flüge, die am Mittwoch von Zürich oder Genf nach München fliegen, gestrichen. Es sei mit weiteren Verspätungen und Annullationen zu rechnen, schreibt die Swiss in einer Mitteilung vom Dienstag. Reisende sollten regelmässig den aktuellen Flugplan der Airline konsultieren. Fest stehe, dass die acht Verbindungen von Genf und Zürich nach München und zurück gestrichen würden.

Wer einen der betroffenen Flüge gebucht hat, kann das Ticket laut Swiss einmal kostenlos umbuchen. Falls ein Passagier nicht umbuchen möchte, könne er den Flug annullieren und rückerstatten lassen. Reisende, die über ein Reisebüro gebucht haben, sollten dieses kontaktieren.

Der deutsche Flughafenverband ADV hatte die Warnstreiks als «völlig unangemessen» kritisiert. Verdi-Chef Frank Bsirske verteidigte die Massnahmen. «Wir haben die Aktionen bereits am Freitag angekündigt, um betroffenen Passagieren entgegenzukommen», sagte Bsirske. «Die Arbeitgeber sollten ihre Haltung und ihr Angebot überprüfen, damit in der dritten Verhandlungsrunde am Donnerstag und Freitag eine Lösung gefunden werden kann.»

Rekordstreik im vergangenen Jahr

Im November hatten die Flugbegleiter der Lufthansa den bislang heftigsten und mit sieben Tagen längsten Streik in der Geschichte des sechzig Jahre alten Unternehmens organisiert. Die Kosten allein dafür schätzte Lufthansa auf rund 140 Millionen Euro, die sich zu den bereits aufgelaufenen 130 Millionen Euro aus drei Streikrunden der Piloten addierten.

Deren Tarifkonflikt ist nach wie vor ungelöst, während für die Flugbegleiter der Schlichter Matthias Platzeck bis zum Sommer ohne Streikdruck nach einer Lösung sucht.

SDA/ori

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