Bachenbülach

Kirchgemeinde vermietet ihr Pfarrhaus an eine Kinderkrippe

Dort, wo früher der Pfarrer wohnte, werden bald Kinder einziehen. Das Chinderhuus Mobilas bietet 22 Plätze und versteht sich als integratives Angebot.

Das grosszügige Haus mit viel Umschwung an der Halden 9 wird zur Kindertagesstätte umgebaut.

Das grosszügige Haus mit viel Umschwung an der Halden 9 wird zur Kindertagesstätte umgebaut. Bild: Balz Murer

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Nach den Sommerferien wird das ehemalige Bachenbülacher Pfarrhaus zu einer Kindertagesstätte. Die neu gegründete Mobilas GmbH bietet dann 22 Plätze für Kinder ab drei Monaten bis und mit Kindergarten an. Das Besondere: Das Chinderhuus Mobilas ist integrativ, steht also auch Kindern mit Entwicklungsdefiziten und besonderen Bedürfnissen offen.

Gründer der Mobilas GmbH ist das Ehepaar Sybille und Albert Helg aus Freienstein. Er ist Sozialpädagoge, sie führt ein eigenes Treuhandbüro. «Von Anfang an wollten wir ein Chinder- huus im Zürcher Unterland eröffnen, da wir in der Region aufgewachsen und wohnhaft sind», sagt Sybille Helg.

Das zweite Angebot am Ort

Bis heute gibt es in Bachenbülach die Kimi-Kinderkrippe, die an weiteren 30 Standorten in der Deutschschweiz präsent ist. Das Ehepaar Helg ist jedoch überzeugt, dass ihr Angebot auf Nachfrage stossen wird: «Der Standort ist sehr zentral, und die Region Unterland wächst stetig.» Ausserdem gehe das Angebot des Chinderhuus Mobilas über das Übliche hinaus. Die Ausbildungen und die Erfahrung der Mitarbeitenden im sozialpädagogischen und sozialmedizinischen Bereich würden es erlauben, auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen kompetent und professionell zu betreuen und zu fördern. «Mit dem ehemaligen Pfarrhaus haben wir ein optimales Objekt gefunden, das über genügend Räumlichkeiten und einen sehr grossen Umschwung verfügt», sagt Sybille Helg.

Gemeinde hat gekündigt

Das Einfamilienhaus an der Halden 9 gehört der Reformierten Kirchgemeinde Bülach. Der letzte Pfarrer, der es bewohnte, war Jürg Spielmann. Danach wurde das Haus bis Ende 2015 privat durch eine Familie genutzt. Ab 2016 mietete die Gemeinde Bachenbülach das Einfamilienhaus für die Unterbringung von Flüchtlingsfrauen aus Eritrea, Somalia und Äthiopien. «Diesen Mietvertrag hat die Gemeinde Anfang Jahr gekündigt», sagt der zuständige Kirchenpfleger Rolf Stiefel. Die von der Kirchenpflege eingesetzte Liegenschaftenkommission hat das Haus daraufhin neu zur Vermietung ausgeschrieben.

Für die Kirche stimmt es

Für Stiefel passt die neue Nutzung als Chinderhuus zur Kirchgemeinde: «Für uns Reformierte ist Bildung seit der Reformation eines der zentralen Themen. Ausserdem sollen unsere Einrichtungen und Räume durch möglichst viele Menschen genutzt werden können.» Die Mobilas sei ausschliesslich über den Mietvertrag mit der Kirchgemeinde verbunden. Als Besitzerin der Liegenschaft hat die Reformierte Kirchgemeinde nun auch die Baubewilligung für die Umnutzung und für die kleinen baulichen Anpassungen der Liegenschaft eingereicht.

Erstellt: 22.05.2019, 15:11 Uhr

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