Bülach

Kleinbrauer schenkten aus

Die dritte Auflage des Craft Beer Festivals lockte am Samstag rund 1500 Gäste auf den Lindenhof.

Sandro Muster, Sarah Gianesi und John Hiltebrand (von links) können auf die Organisation anstossen.

Sandro Muster, Sarah Gianesi und John Hiltebrand (von links) können auf die Organisation anstossen. Bild: Balz Murer

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Stimmung auf dem Hügel des Lindenhofs ist sehr friedlich. Jung und Alt, darunter viele Familien mit Kindern, zieht es zum Bierfest auf das Areal mit seinen insgesamt zwölf ausstellenden Brauereien. Zehn regionale, eine Berner sowie eine Tessiner Brauerei zeigen ihre Produkte in unterschiedlichen Stilrichtungen. «Wir haben wegen der Wetterprognosen gezittert», sagt Organisatorin Sarah Gianesi von der Brauerei St. Laurentius Craft Beer. Seit der Erstauflage vor zwei Jahren sei noch kein einziger Aussteller abgesprungen.

«Uns als Veranstalter freut es, dass spezielle, kreative Sorten angeboten werden.» Auch dieses Jahr treffe man eine Mischung aus traditionellen und neuen Biersorten an. Noch immer sei der beliebteste Bierstil das hopfige India Pale, erklärt Mitorganisator und Bierbrauer John Hiltebrand. «Im Trend liegt auch das Sauerbier, welches in den USA ein Hit ist.» Dieses sei spontan fermentiert und werde ein bis zwei Jahre in Fässern eingelegt.

Sauerbiere wie Gose liegen im Trend

So schmeckt das Gose-Bier – ein uralter ostdeutscher Bierstil – bei «El Caballero Brewing» nach Salz und Koriander und zeigt ein komplexes Geschmacksprofil, wobei die Wildhefe für die Säure zuständig ist. Zuvor wurde es ein bis zwei Jahre in Fässern eingelegt. Algengrün präsentiert sich das «Spirolino», mit Knallzucker und Eis aufgepeppt und mit Strohhalm serviert. Gut für Haut und Haare sei dieses Bier, wird erklärt.

Bei der Hardwald Brauerei wurde das «Hardwald Dunkel» vor zwei Jahren mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Doch auch das «Glattgold» verkauft sich am heutigen Tag sehr gut. Bei der Glattfelder Privatbrauerei stehen nicht nur das «Helle» – ein untergäriges Bier mit Pilsner Malz und feinster Hopfennote – und das «Dunkle» mit Karamellnote, sondern auch das Jubiläumsbier mit rötlichem Schimmer zu Ehren von Gottfried Kellers 200. Geburtstag im Angebot.

Vor den Essensständen mit Pizza, Tacos und Angus Burger bilden sich gegen Abend immer längere Schlangen. Musikanten spielen auf, im Festzelt sitzt man gemütlich zusammen, plaudert mit Bekannten und Fremden. Marco Spühler besucht diesen Anlass gemeinsam mit Freunden bereits das zweite Mal. Der Bülacher hat sechs verschiedene Biere probiert. «Am besten schmeckt mir das Hip-Hop-Bier der Brauerei Schlachthuus. Es ist süffig und ausgewogen. Bei diesem bleibe ich.» Er schätze es sehr, dass dank dieses Bierfests noch mehr Leben nach Bülach gebracht werde.

Das Bierfest soll zur Tradition werden

Für Organisatorennachwuchs ist schon mal gesorgt. Sarah Gianesi verzichtet dieses Jahr auf das Degustieren der verschiedenen Biersorten. In drei Monaten erwartet sie ihr erstes Baby. «Es wird eine vierte Auflage des Bierfests geben», versichert sie. Nachdem letztes Jahr das Festival WM-bedingt verschoben worden war und wegen der tieferen Temperaturen deutlich weniger Gäste verzeichnet wurden, freut sie sich, dass dieses Mal die Bedingungen perfekt sind. (rh)

Erstellt: 15.07.2019, 17:30 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Zürcher Unterländer digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 24.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!