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Kleine Narren im Rheinstädtchen

Wenn sich Pippi Langstrumpf, Prinzessinnen, Indianer, Drachen, Vampire, Hexen und Fantasiegestalten im Städtli ein Stelldichein geben, dann ist Kinderfasnacht.

Ruedi Muffler
Fasnacht in Eglisau: Die Kinder verwandelten sich in Lieblingsfiguren, seien es Tiere aller Art, Prinzessinnen...
Fasnacht in Eglisau: Die Kinder verwandelten sich in Lieblingsfiguren, seien es Tiere aller Art, Prinzessinnen...
Francisco Carrascosa
Das Kinderfasnachts-OK mit Doris Stäuble, Andrea Gadesmann, Siska Ludi und Daria Gosse (von links) zeigte sich ebenfalls im fröhlichen Outfit.
Das Kinderfasnachts-OK mit Doris Stäuble, Andrea Gadesmann, Siska Ludi und Daria Gosse (von links) zeigte sich ebenfalls im fröhlichen Outfit.
Francisco Carrascosa
Ein Fest für die ganze Familie. Mutter Bettina kam als Indianersquaw und ihren Kindern Roman (1, 5 Jahre) und Celine (4).
Ein Fest für die ganze Familie. Mutter Bettina kam als Indianersquaw und ihren Kindern Roman (1, 5 Jahre) und Celine (4).
Francisco Carrascosa
Livia (7) war als Pippi Langstrumpf unterwegs.
Livia (7) war als Pippi Langstrumpf unterwegs.
Francisco Carrascosa
Erstmals waren zwei Guggenmusiken dabei, darunter eine Formation der «Babylochgugge» aus Rorbas und den «Dieli-Fäger» aus Dielsdorf.
Erstmals waren zwei Guggenmusiken dabei, darunter eine Formation der «Babylochgugge» aus Rorbas und den «Dieli-Fäger» aus Dielsdorf.
Francisco Carrascosa
Auch die Eltern hatten ihren Spass beim Umzug.
Auch die Eltern hatten ihren Spass beim Umzug.
Francisco Carrascosa
Auch Hund Vicky erhielt ein Fasnachtkleidchen verpasst.
Auch Hund Vicky erhielt ein Fasnachtkleidchen verpasst.
Francisco Carrascosa
Er hatte es gemütlich: Janik (2,5).
Er hatte es gemütlich: Janik (2,5).
Francisco Carrascosa
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Eglisau ist nicht unbedingt als Fasnachtshochburg bekannt. Einmal ein Jahr hält jedoch auch im Rheinstädtchen die Narretei Einzug, auch wenn nur für ein paar Stunden. Die Eglisauer Kinderfasnacht mit dem Umzug durch die engen Gassen bis hinauf über die Rebberge wurde am vergangenen Sonntag zwar erst zum fünften Mal durchgeführt, aber sie hat bereits ihren festen Platz im Veranstaltungskalender.

Ins Leben gerufen wurde der Anlass vom Verein Generation Eglisau, aus dessen Reihen ein aus fünf Frauen bestehendes Organisationskomitee für die Durchführung zuständig ist. Daria Gosse, die von Anfang an dabei ist, schilderte den Anfang wie folgt: «Wir hatten keine Ahnung, wie viele Kinder mitmachen werden. Es waren dann aber doch gegen 150.» Inzwischen hat sich die Zahl verdoppelt, wenn nicht sogar verdreifacht, kostümierte und nichtkostümierte Erwachsene mitgezählt.

«Dieses Jahr machen erstmals zwei Guggenmusiken mit, nachdem der Umzug im ersten Jahr von einem einzelnen Trommler angeführt worden ist» ergänzte Andrea Gadesmann mit ein wenig Stolz die Ausführungen ihrer OK-Kollegin. Finanziert wird der Anlass durch Sponsoren, denn die Teilnahme samt Verpflegung ist kostenlos.

Fasnacht bedeutet für viele Kinder, sich einmal in ihre Lieblingsfigur zu verwandeln. Bei den ganz Kleinen ist es vielleicht eher die Lieblingsfigur der Eltern. Viele Kostüme kann man im Supermarkt kaufen, origineller ist es aber, selber eine Verkleidung zu basteln. Beides war in Eglisau zu sehen.

Einmal eine Prinzessin sein

Bei den Mädchen steht der Wunsch, einmal Prinzessin zu sein, anscheinend noch immer ganz vorne auf der Liste. Daneben gab es zauberhafte Schmetterlinge, Schmusekätzchen und andere zarte Wesen. Bei den Knaben führten gruselige Gestalten wie Vampire, Sensenmänner, wandelnde Skelette und finstere Ninja-Kämpfer die Liste an. Ins Auge stachen aber besonders die Gruppen, oft ganze Familien, sei es als karottenknabbernde Hasenfamilie, als furchteinflössende Piraten, als giftgrüne Drachen oder als Indianer. Auf eine Maskenprämierung wird in Eglisau verzichtet, soll der Anlass doch einfach Freude bereiten und nicht zu einem Wettkampf werden.

Angeführt von der Guggenmusik «Göpfischränzer» aus Glattfelden, die schon zum vierten Mal dabei war, nahm der Umzug um Punkt halb drei den Weg unter die Füsse. Den Schluss bildete eine aus Mitgliedern der «Babylochgugge» aus Rorbas und den «Dieli-Fäger» aus Dielsdorf bestehende Guggenmusik. Am Ziel angelangt, dem Restaurant Wiler32, das von dem 5. OK-Mitglied Su Bertsch für die Kinderfasnacht zur Verfügung gestellt wird, warteten Helferinnen und Helfer mit Getränken, Wienerli und Kuchen auf die bunte Schar.

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