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Klimawandel drängt Landwirte zum Umdenken

Die Bauern müssen sich auf längere Trockenperioden einstellen, sagt die Forschungsanstalt Agroscope. Sie empfiehlt Massnahmen, um Ernteverluste zu vermeiden.

Der Eglisauer Landwirt Albert Meier muss seine Kartoffeln genügend bewässern, damit sie den Qualitätsvorgaben entsprechen. Seine Anlage bezieht Wasser aus dem Rhein.
Der Eglisauer Landwirt Albert Meier muss seine Kartoffeln genügend bewässern, damit sie den Qualitätsvorgaben entsprechen. Seine Anlage bezieht Wasser aus dem Rhein.
Leo Wyden

Die anhaltende Trockenheit hat die Landwirte vielerorts in Bedrängnis gebracht, und mit dem fortschreitenden Klimawandel dürften solche Situationen künftig noch häufiger werden. Dies schreibt die Agrarforschungsanstalt Agroscope. Als Massnahmen gegen Ernteverluste nennt sie zum Beispiel die Verbesserung der Bewässerungsinfrastruktur. Um die Abhängigkeit von der Bewässerung zu mindern, empfiehlt sie die wasserkonservierende Bodenbearbeitung oder auch die Umstellung auf Kulturen und Sorten mit geringerem Wasserbedarf und besserer Hitzetoleranz. Der Eglisauer Landwirt Albert Meier muss genau darauf achten, dass seine Kartoffeln genügend Wasser erhalten. Auf zehn Hektaren hat er diese angebaut. Die Hitze der vergangenen Wochen hat den Kulturen stark zugesetzt. «Für den Kartoffelbau ist grosse Trockenheit gefährlich. Die Knollen wachsen dann nicht mehr, und wir können die gewünschte Qualität nicht gewährleisten.» Diese ist für ihn aber äusserst wichtig: Da er seine Kartoffeln zur Hälfte für die Produktion von Zweifel-Chips liefert, muss er die Vorgaben des Herstellers erfüllen.

Wasser aus dem Rhein

Meier betreibt einen grossen Aufwand, um seine Felder zu bewässern. Zusammen mit zwei weiteren Bauern nutzt er eine Anlage, die Wasser aus dem Rhein bezieht. Diese bringt aber auch viel Arbeit mit sich, weil man teilweise nachts ausrücken muss, um die Sektoren neu einzustellen. Da es schon früher Hitzesommer gab, wurde die Anlage vor rund 30 Jahren installiert und immer weiter ausgebaut, sodass heute an jeder Parzelle ein Anschlussschacht vorhanden ist. Mit dem Bewässerungssystem sieht er sich für die Zukunft gerüstet. Aber auch mit einer guten Bewässerung könne es «jederzeit böse Überraschungen geben».

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