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Kloten nimmt weitere Asylsuchende auf

Kloten wird 30 Flüchtlinge mehr aufnehmen müssen als bis anhin. Die Menschen werden im «Dorfnest» und ab April in der Containersiedlung untergebracht.

In Kloten wird die Aufnahmequote ab Januar 0,7 Prozent betragen.
In Kloten wird die Aufnahmequote ab Januar 0,7 Prozent betragen.
Keystone

Der Zürcher Regierungsrat hat die Zuweisungsquote von Flüchtlingen an die Gemeinden erhöht. Für Kloten bedeutet dies, dass die Quote per 1. Januar von 0,5 auf 0,7 Prozent steigt und die Stadt damit gut 30 Personen zusätzlich aufnehmen muss. Bis anhin konnten die zuständigen kantonalen Stellen noch keine Aussage darüber machen, wann genau diese Menschen an Kloten überwiesen werden und woher sie stammen. Trotzdem bereitet sich Kloten auf die Aufnahme der zusätzlichen Personen vor, schreibt die Stadt am Mittwoch in einer Mitteilung. Die Gemeinde Bassersdorf, die rund 20 Asylsuchende zusätzlich aufnehmen muss, hat das Problem, dass die von ihr vorgesehene Unterkunft erst im Sommer 2016 bezugsbereit ist. Kloten sei bereit, Bassersdorf «freundnachbarschaftlich zu unterstützen und vorübergehend die Bassersdorf zugewiesenen Asylsuchenden zu übernehmen», heisst es in der Mitteilung weiter. Bassersdorf wird die dadurch anfallenden Kosten vollumfänglich übernehmen.

Zuerst im «Dorfnest», dann in der Containersiedlung Ab Jahresbeginn bis Ende März 2016 steht die Zivilschutzanlage «Dorfnest» für die Unterbringung der vom Kanton zugewiesenen Asylsuchenden offen. Die Betreuung wird die Asyl-Organisation Zürich (AOZ) übernehmen. Die AOZ, die eine öffentlich-rechtliche Anstalt der Stadt Zürich ist, wird für geregelte Abläufe in der Unterkunft und für die Sicherheit im Umfeld der Anlage besorgt sein. Um dies zu gewährleisten, werden Mitarbeitende der AOZ permanent vor Ort sein. Die Asylsuchenden beteiligen sich an den Aufgaben, die sich aus dem Betrieb der Unterkunft ergeben. Da das Gebäude «Dorfnest» noch von weiteren Anspruchsgruppen benutzt wird (Musikschule, Restaurant, Werkhof) werden die Zugänge so organisiert, dass die bisherigen Nutzergruppen einerseits und die Bewohner der Asylunterkunft andererseits ohne Probleme einander vorbeikommen, schreibt die Stadt weiter. Ab Anfang April 2016 werden die Asylsuchenden in der Containersiedlung Rankstrasse, die auf diesen Termin hin nicht mehr von Dritten benötigt wird, untergebracht. Auch an diesem Ort gewährleistet die AOZ den Betrieb und die Sicherheit in und um die Anlage. Wie lange die Containersiedlung gebraucht wird, ist laut der Stadt Kloten zurzeit noch nicht absehbar. Es sei aber klar, dass dies nicht zu einer langfristigen Lösung werden dürfe. Falls die Anzahl der Asylsuchenden längerfristig hoch bleibt, müssen andere, eventuell auch gemeindeübergreifende Lösungen gefunden werden, teilt die Stadt mit.

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