Kloten soll finanzielle Beteiligung an privater Sporthalle erhöhen

Die privaten Betreiber der «Heja»-Sporthalle in Kloten beantragen ein höheres Darlehen und mehr Unterstützung durch die Stadt.

Am Stighag steht die zweite Dreifachsporthalle der Stadt Kloten. Das Spezielle daran: Sie wurde privat initiiert und von einer gemeinnützigen Stiftung gebaut. Foto: Urs Weisskopf

Am Stighag steht die zweite Dreifachsporthalle der Stadt Kloten. Das Spezielle daran: Sie wurde privat initiiert und von einer gemeinnützigen Stiftung gebaut. Foto: Urs Weisskopf

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Insgesamt geht es um 1,255 Millionen Franken. Um diesen Betrag soll sich die finanzielle Beteiligung der Stadt Kloten an der eben erst eröffneten privaten Sporthalle bei der Fussballanlage Stighag erhöhen. Ein entsprechendes Begehren hat die gemeinnützige Stiftung Sporthalle Stighag Kloten bei der Stadt gestellt.

Der Stadtrat hat die Sache bereits besprochen und hat dem Gemeinderat, in Kloten ist das ein 32-köpfiges Parlament, einen entsprechenden Antrag gestellt. Damit bewahrheitet sich, was schon am Einweihungswochenende Mitte Juni gemunkelt wurde.

Die Forderung nach einer Erhöhung der finanziellen Beteiligung der öffentlichen Hand an einem privaten Bau um die stolze Summe von 1,255 Millionen Franken sieht auf den ersten Blick nach einem etwas fragwürdigen Geschäft aus. Doch Bruno Heinzelmann, Mitglied des Stiftungsrats und Ex-Stapi von Kloten, relativiert. «Die Halle ist letztlich besser ausgebaut worden und hat nun mehr Wert, was letztlich auch der Stadt zugute kommt.»

Denn die Dreifachsporthalle steht auf städtischem Grund und ist im Baurecht auf 50 Jahre erstellt worden. Das heisst, sie wird nach Ablauf dieser Frist gemäss dem abgeschlossenem Baurechtsvertrag komplett an die Stadt übergehen. Dies wird im Fachjargon auch als Heimfall bezeichnet, entsprechend ist im Vertrag zwischen der Stadt und der Stiftung eine «Heimfallentschädigung» zugunsten der Investoren eingesetzt worden, die viel private Mittel aufgeworfen haben.

Darlehen bringt Zinserträge

Ursprünglich hätten sie mit 3,5 Millionen Franken gerechnet, doch letztlich habe die Sporthalle mit der Namensbezeichnung «Heja» auf dem Dach «etwas über 5 Millionen Franken» gekostet. Nun soll der Vertrag entsprechend angepasst werden, finden die Investoren, zu denen nebst Heinzelmann namentlich auch der Klotener Bauunternehmer Heinz Eberhard gehört.

Letztlich setzt sich die beantragte Summe von 1,255 Millionen Franken aus drei Teilen zusammen. Einerseits gehts um eine Darlehenserhöhung um 800000 Franken, einen Erlass von 150000 Franken für Anschlussgebühren und rund 305000 Franken für Kompensationskosten für Fruchtfolgeflächen auf denen die Halle nun steht. Namentlich die Darlehenserhöhung sei in Zeiten von Negativzinsen sogar ein gutes Geschäft für die Stadt Kloten, da die Stiftung Stighag der Stadt ja sogar Zinsen dafür zahlen werde, gibt Heinzelmann zu bedenken.

Als nächstes wird das Parlament darüber befinden müssen. Danach wird es in Kloten auch noch eine Urnenabstimmung über dieses Geschäft geben. (cwü)

Erstellt: 18.07.2019, 17:47 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Zürcher Unterländer digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 24.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!