Kloten

Klotener Hockeyfans überreichen Petition

Rund 100 Flyers-Fans kamen am Samstag mit ihrer Petition gegen das neue ­Ticketmodell für die nächste Saison zur Geschäftsstelle. Sie sammelten 1716 Unterschriften. Ob das allerdings etwas ändert, ist fraglich.

Matthias Berner fordert Verständnis und Respekt von den Fans, angeführt von Hannes Sigrist, als er in Kloten die Petition entgegennimmt.

Matthias Berner fordert Verständnis und Respekt von den Fans, angeführt von Hannes Sigrist, als er in Kloten die Petition entgegennimmt. Bild: Sibylle Meier

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Die Kulmination der Unzufriedenheit der Kloten-Flyers-Fans mit dem neuen Ticketingsystem für die nächste Saison war letzten Samstag an der Marktgasse erreicht. Vor der Geschäftsstelle des Klubs versammelten sich rund 100 Menschen. Die vorderste ­Reihe präsentierte dem anwesenden Geschäftsführer der Kloten Flyers, Matthias Berner, und dem CEO Pitsch Scherrer fünf Kartonplatten mit 1716 ausgedruckten Unterschriften von Fans, die gegen die neuen Ticketpreise ­protestieren.

«Es geht gar nicht anders»

Fandelegierter Hannes Sigrist sprach in ihrem Namen und bat die Geschäftsleitung, die Entscheidung zu revidieren. Die neuen Saisonkarten der Spielzeit 2015/16 beinhalten neu nur die Qualifikationsspiele und keine Play­off-Spiele mehr. Diese, sollten die Flyers sie erreichen, werden separat verrechnet. «Wir hoffen, dass die Preise plus/minus auf das Mass hinuntergehen, wie wir sie letzte Saison hatten – mit welchem System auch immer.» Auf den Stehplätzen könne eine Saisonkarte im Extremfall nun 710 Franken kosten. Das seien 280 Franken mehr als im Vorjahr, erklärte Sigrist. Viele Fans könnten sich solche Ausgaben nicht leisten. Auch die Mini-Abos seien keine Alternative, da sie nur die Spiele beinhalten, die jeder ohnehin sehen wolle. «Gegen Biel zum Beispiel wird das Stadion jetzt leer sein, weil man solche Spiele sowieso nur sah, weil sie in der Saisonkarte inbegriffen waren.»

Ber­ner zeigte Verständnis und Bewunderung für die Ak­tion, bat aber, die Si­tua­tion auch von der anderen Seite zu betrachten. «Stellt euch vor, ihr führt ein Unternehmen mit 19,5 Millionen Kosten und 12 Millionen Einnahmen. Die Kosten müssen gesenkt werden, es geht gar nicht anders. Dar­um bitte ich auch um Respekt von eurer Seite.» Er werde die Peti­tion auch dem Eigentümer vorlegen, aber er bezweifle, dass dies etwas am Preissystem ändern werde. «Wir müssen alle Fans jetzt sportlich überzeugen.» (kas)

Erstellt: 13.07.2015, 08:56 Uhr

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