Kloten

Klotens nächstes Grossprojekt

An der Schaffhauserstrasse direkt gegenüber der Stadthauspassage kündigt sich eine grosszügig dimensionierte, neue Überbauung an.

In Blickrichtung EHC-Kreisel (oben, nicht erkennbar) springen dem Betrachter die drei grosszügigen Bauten des «Gestaltungsplanes Schaffhauserstrasse» auf der rechten Seite ins Auge. Linksseitig ist die Stadthauspassage.

In Blickrichtung EHC-Kreisel (oben, nicht erkennbar) springen dem Betrachter die drei grosszügigen Bauten des «Gestaltungsplanes Schaffhauserstrasse» auf der rechten Seite ins Auge. Linksseitig ist die Stadthauspassage. Bild: pd/Grafik ZU

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Die Hauptdurchgangsstrasse in Klotens Zentrum könnte schon bald ein neues Gesicht erhalten. Auf einer Länge von rund 110 Metern liegen dort an der Schaffhauserstrasse drei Baugrundstücke deren Eigentümer sich nun zusammengefunden haben und eine neue Überbauung anstreben. Dabei handelt es sich um die Gebäude, wo sich die Rex Apotheke darin befindet sowie deren direkte Nachbarn links und rechts – die Socar Tankstelle und das ehemalige Spielzeuggeschäft Bambi.

Bei den Grundeigentümern handelt es sich um die Firma Casaverva AG sowie Adrian Schuhmacher und Urs Zobrist. Anstelle ihrer alten Bauten aus den Sechzigerjahren sind neue Wohn- und Geschäftshäuser vorgesehen. In den drei Neubauten sollen gemäss den Projektunterlagen auf sieben Geschossen total 90 Miet- und Eigentumswohnungen im mittleren Preissegment entstehen, während in den Erdgeschossen wie bisher Ladenräume Platz finden würden. Darunter ist eine gemeinsame Tiefgarage mit mindestens 76 Plätzen vorgesehen.

Gestaltungsplanverfahren bringt mehr Freiheiten Nachdem ein paar Meter entfernt, an der Kreuzung Zum Wilden Mann, bereits moderne Neubauten erkennbar werden, soll an dieser Lage, direkt gegenüber der Stadthauspassage, nun ebenfalls von Grund auf eine bauliche Erneuerung stattfinden. Eine Sanierung der Altbauten sei angesichts der Bausubstanz nicht angezeigt und würde im Vergleich zu Neubauten unverhältnismässig hohe Kosten generieren.

Nacheinander sollen wieder drei von einander getrennte, neue Gebäude entstehen. Dass man dazu ein sogenanntes Gestaltungsplanverfahren gewählt hat, dient einer besseren räumlichen Ausnutzung der drei Grundstücke. So entsteht auf einer gesamten Grundstücksfläche von 5275 Quadratmetern eine Nutzungsfläche von 10?600 Quadratmeter. Die neuen Gebäude können dabei nicht nur näher an die jeweils mitbeteiligten Nachbargrundstücke herangebaut werden, sondern die Bauherren dürfen letztlich auch von der in Kloten geltenden Regelbauweise (Höhe, Länge, Volumen, Nutzungsweise usw.) abweichen, falls die zuständigen Behörden dies bewilligen. In der Flughafenstadt ist hierfür das 32-köpfige Stadtparlament verantwortlich, das noch über den Gestaltungsplan befinden muss. Die Fachleute sprechen von «Stadtreparatur»

Das erklärte Ziel der Bauherren ist es, die Dichte «adäquat» zu erhöhen und dabei die Wohnqualität nicht zu beeinträchtigen. Auf die Lärmproblematik an dieser zentralen Lage in der Flughafenstadt soll «angemessen reagiert» werden. Das soll unter anderem durch die U-förmigen Grundrisse der beiden äusseren Häuser erreicht werden. Nicht zuletzt wollen die drei immer noch je für sich eigenständig auftretenden Bauherren eine Etappierung des ganzen Bauvorhabens, auch bei der Parkplatzsituation während der Bauphase.

Das Überbauungskonzept entstammt einem Studienauftrag, wobei man nicht nur in Fachkreisen, sondern auch bei den Klotener Baubehörden in solchen Fällen von einer «Stadtreparatur» spricht. In allen Gebäuden soll ein minimaler Anteil von 60 Prozent fürs Wohnen reserviert sein. So wird gewährleistet, dass nicht plötzlich alles zu Büro- oder Geschäftsräumen umgenutzt wird.

Baubeginn könnte bereits im nächsten Jahr erfolgen

Als zwingende Vorgabe verlangt der Gestaltungsplan den Minergiestandard in Engiefragen. Ebenfalls fix vorgeschrieben sind begrünte Flachdächer, die auch mit Solarzellen bestückt werden könnten. Bis anfangs Juli liegen die Pläne noch öffentlich auf, danach entscheidet das Klotener Parlament. Baubeginn wäre im Optimalfall im Frühling 2017. Die erste Etappe würde auf dem Grundstück des ehemaligen Bambi am Altbach in Angriff genommen. ()

Erstellt: 09.06.2016, 15:48 Uhr

Zum betroffenen Planungsgebiet gehören die drei rot eingezeichneten Parzellen im Eck Altbach (oben) und Schaffhauserstrasse (rechts). (Bild: pd)

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