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Kokain-Problem wird immer grösser

Neben dem Alkohol macht Kokainsucht im Zürcher Unterland immer mehr Probleme.

Im Zürcher Unterland steigt die Zahl der Fälle von Kokainsucht.
Im Zürcher Unterland steigt die Zahl der Fälle von Kokainsucht.
Symbolbild, Keystone

Kokain ist im Vormarsch. So hat sich der Anteil von neu angemeldeten Personen aus dem Bezirk Bülach, die deswegen in einer Behandlung sind, zuletzt vervielfacht. Dass diese illegale Droge auch im Zürcher Unterland ein zunehmend grösseres Problem darstellt, lässt sich anhand ganz konkreter Zahlen aufzeigen. Die Fachstelle für Abhängigkeitserkrankungen im Bezirk Bülach (Fabb) hat nämlich ihre neusten Jahreszahlen veröffentlicht.

Der Anteil neuerBehandlungenwegen Kokainhat sich seit 2014um das 4,6-Fache erhöht.

Fachstelle für Abhängigkeitserkrankungen Bezirk Bülach

Zwar steht Alkohol als Problemsubstanz noch immer zuoberst. Von den 124 neuen Fällen, die im letzten Jahr bei der Fabb angemeldet wurden und anschliessend auch in Behandlung gingen, hat dieses legale Suchtmittel 74 Prozent oder rund drei Viertel aller Fälle ausgemacht. Aber mittlerweile folgt auf dem zweiten Platz Kokain mit einem ebenfalls schon zweistelligen Behandlungsanteil von 12 Prozent. Das sind 15 Fälle, in denen das weisse Pulver als «Hauptproblemsubstanz» angegeben wird. Im Vergleich dazu machte der Anteil von Behandlungen aufgrund einer problematischen Cannabis-Abhängigkeit «nur» 7,5 Prozent aus.

Cannabisanteil bleibt stabil

Allgemein scheint sich das Problem mit Cannabis-Problemfällen insgesamt eher stabil zu verhalten. Nimmt man die letzten fünf Jahre, pendelte der Anteil Neuanmeldungen zwischen 5,3 und 8,7 Prozent. Ganz anders siehts mit Kokain aus. Da hat sich der Anteil von 2,6 Prozent im Jahr 2014 kontinuierlich bis auf die 12 Prozent im Jahr 2018 um den Faktor 4,6 erhöht. Heroin wird nicht einmal durchgehend erfasst und machte im vergangenen Jahr gerade einmal 2,5 Prozent der neuen Behandlungen aus.

2018 meldeten sich insgesamt 222 Personen für eine Beratung oder Behandlung bei der Fabb. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr (171 Personen). Jede fünfte Anmeldung erfolgte durch Angehörige. Übers ganze letzte Jahr hinweg waren 378 Personen in Behandlung. Davon war der grösste Teil männlich (60,8 %). Die regionale Fachstelle ist mit Büros in Bülach und Kloten präsent. Die Fabb ist ein Verein, der getragen wird von allen Gemeinden des Bezirks Bülach.

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