Rafz

Kurzschnitt für Sträucher direkt neben dem Bahngleis

Forstleute aus Rafz erledigen bei Neuhausen nicht ganz ungefährliche Arbeiten.

Urs Amhof posiert für die Kamera im Hintergrund arbeiten seine Kollegen in der steilen Wand.

Urs Amhof posiert für die Kamera im Hintergrund arbeiten seine Kollegen in der steilen Wand. Bild: PD

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In der Nähe der Haltestelle Neuhausen Rheinfall wachsen Sträucher und Brombeeren an einem steilen Kalkstein-Fels in Richtung Erdung-Seil, welches oberhalb des Geleises der Bahnstrecke entlang verläuft. Berührt ein Staudenast das Seil, kann dies zu Fehlstrom führen und die Strecke lahm legen.

Die Pflegearbeiten am steilen Hang müssen von versierten Forstleuten übernommen werden. Sie tragen bei ihrer Arbeit auf dem SBB-Gebiet nicht ihre übliche gelb-rote Forst-Bekleidung. Sie müssen aus Sicherheitsgründen in Orange wirken. «Die Lokomotivführer erkennen dadurch sofort, dass sich nicht irgendwelche Verirrte in der Nähe der Gleise befinden, sondern wir von der SBB engagiert sind», erklärt Urs Amhof. Er ist Forstwart-Vorarbeiter im Forstrevier Rafz. Er ist seit 15 Jahren zudem ausgebildeter Sicherheitschef der SBB.

Jeder Lokführer wird gegrüsst

Während ihrer Arbeit am steilen Hang wird die Forstcrew aus Sicherheitsgründen von einem Teamleiter Natur der SBB begleitet. Dieser ist per Funk mit den Forstleuten verbunden und gibt jeweils die Zugbewegungen durch. Saust der Zug am Arbeitsplatz vorüber, ist Vorsicht und Achtsamkeit geboten. Die orange Gekleideten heben zur Begrüssung des Lokführers die Hand. Dies nicht nur aus Freundlichkeit, sondern auch als Zeichen dafür, dass jeder einzelne Anwesende sich der Durchfahrt des Zuges bewusst ist.

«Uns ist stetig bewusst, dass ein unvorsichtiger Schritt, eine unüberlegte Handlung gefährlich sein kann.» Urs Amhof, Förster

Der Rückschnitt an den steilsten Fels-Stellen wird von einem an einem Sicherheitsseil hängenden und in Kletterausrüstung steckenden Fachmann durchgeführt. «Eine strenge, herausfordernde Arbeit», weiss der langjährige Forstmann, Urs Amhof. Nicht nur der körperlichen Tätigkeit wegen. «Uns ist stetig bewusst, dass ein unvorsichtiger Schritt, eine unüberlegte Handlung gefährlich sein kann.» Nebst steilen Hängen pflegen die Forstleute entlang der Bahnstrecke auch Flächen mit der Sägesse. Bei den Magerwiesen, wie sie unter anderem in Altenburg gedeihen, ist wiederum grosse Sorgfalt geboten. «Dank dem Ausjäten der Wiese, kann das Mähen hinausgezögert werden und die Blumen können sich dadurch besser versamen», freut sich Forstwart Amhof. (bhk)

Erstellt: 19.07.2019, 14:34 Uhr

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