Glattfelden

Letzte Seitenwind-Warntafel im Kanton wird demontiert

Das Verkehrsschild mit dem Windsack ist ein Auslaufmodell. Bis Ende Jahr wird auch dasjenige in Glattfelden abmontiert.

Auch ohne Warntafel müssen leichte Lastwagen bei heftigem Wind hier aufpassen.

Auch ohne Warntafel müssen leichte Lastwagen bei heftigem Wind hier aufpassen. Bild: Dominique Meienberg

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Bei Sturm kann es auf der Autobahnbrücke zwischen Zweidlen und Glattfelden ziemlich heftig blasen. In der Rechtskurve Richtung Eglisau warnt deshalb ein Verkehrschild vor starken Windstössen. Die dreieckige Tafel mit dem aufgeblähten Windsack ist die letzte ihrer Art im ganzen Kanton. Und auch ihre Tage sind gezählt: Spätestens bis Ende Jahr wird sie entsorgt.

Grund dafür sei die Vorgabe des Bundesamts für Strassen, teilt Thomas Maag von der kantonalen Baudirektion mit. Im Rahmen einer grundsätzlichen Betrachtung, welche Signalisationen heute noch Sinn machen, fiel das Gefahrensignal Seitenwind durch die Maschen. In der ganzen Schweiz sind bereits heute nur noch einzelne entsprechende Schilder zu finden. Wie stark und aus welcher Richtung der Wind bläst, können Verkehrsteilnehmer aber weiterhin anhand der Windsäcke ablesen, die entlang der Strassenränder stehen.

Kaum Gefahr für kleine Autos

Für Personenwagen ist Seitenwind generell weniger gefährlich als für Fahrzeuge mit grossen Flächen und verhältnismässig wenig Gewicht – also leichte Lastwagen und Wohnmobile. Gemäss «Tages-Anzeiger» ereignen sich in der Schweiz regelmässig Unfälle wegen starken Windes. So kippten erst im September bei Oensingen zwei Lieferwagen um und zwischen Yverdon und Lausanne geriet ein Lastwagenanhänger von der Fahrbahn.

Beatrice Wüthrich, Gemeindeschreiberin von Glattfelden, wird das Schild nicht vermissen. Obwohl sie fast täglich an der Stelle vorbei fährt, ist es ihr noch gar nie aufgefallen. «Wenn es stürmt, orientiere ich mich an den Windsäcken.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 28.11.2017, 17:11 Uhr

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