Bülach

Love Mobile fährt von Bülach an den Rave

In einer offenen Halle an der Schützmattstrasse hämmern, fräsen und malen die «Friends of Streetparade» an ihrem Love Mobile. Ob sie nächstes Jahr wieder hier werkenwerden, ist noch ungewiss.

Bauchef Thomas Dobler aus Bäretswil (von links), Stefanie Altenburger aus Bauma und Tanja Dobler aus Winterthur helfen seit den Anfängen des Vereins «Friends of Streetparade» beim Bau des Love-Mobiles. Dieses Mal in einer Halle im Bülacher Industriequartier.

Bauchef Thomas Dobler aus Bäretswil (von links), Stefanie Altenburger aus Bauma und Tanja Dobler aus Winterthur helfen seit den Anfängen des Vereins «Friends of Streetparade» beim Bau des Love-Mobiles. Dieses Mal in einer Halle im Bülacher Industriequartier. Bild: Leo Wyden

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Die von den «Friends of Streetparade» gebauten Love Mobiles starteten in den vergangenen fünf Jahren vom Riedmatt in Rümlang aus Richtung Rave in Zürich. Da an der alten Lokalität nun gebaut wird, musste eine neue her. Die Suche gestaltete sich schwierig, denn das zur Tanzfläche umfunktionierte Fahrzeug braucht mit seinen 25 Metern Länge ordentlich Platz. «Ich habe lange gesucht und viel rumgefragt, bis ich die se Räumlichkeit in Bülach gefunden habe», sagt Gino Balducci, Präsident des Vereins «Friends of Streetparade». Es sei vor allem schwierig gewesen, einen Stellplatz zu bekommen, der nur wenige Tage benötigt wird.

Zur offenen Halle an der Schützmattstrasse ist er schliesslich über eine grosse Immobilienverwaltung gekommen. Er konnte sogar noch einen Spezialpreis aushandeln: Für 400 Franken steht den «Friends» der Platz von Mittwoch bis Sonntag zur Verfügung. «Ob wir nächstes Jahr wieder hier bauen können, ist noch nicht klar», sagt er.

Bauen ist das Wichtigste

Die «Friends of Streetparade» fabrizieren seit dem Jahr 2000 Love Mobiles. Balducci schätzt, dass die 15 Vereinsmitglieder von Mittwoch bis Freitag spät oder Samstag früh – so lange der Bau eben dauert – je rund 32 Stunden arbeiten. Unterstützung erhält der Verein seit einigen Jahren von einer deutschen Veranstaltungstechnikfirma, die für die Installation der Soundanlage zuständig ist.

Der gesamte Bau mit allem Drum und Dran kostet zwischen 25 000 und 30 000 Franken. «Wie bei allen Vereinen ist es schwierig, den Betrag aufzutreiben. Doch wir haben es noch immer geschafft», sagt Balducci. Das Geld kommt durch die Mitgliederbeiträge, den Erlös der Tickets sowie die Spenden der Gönner zusammen.

Nicht über die Autobahn

Wer jetzt denkt, der immense Aufwand, den der Bau des Love Mobiles mit sich bringt, sei nur Mittel zum Zweck, um an der Street Parade ein tolles Fest zu haben, der irrt sich gewaltig: «Wir sind alle hier, weil wir gerne bauen. Die meisten von uns gehen zwar an die Parade, aber das ist eher Nebensache», sagt Balducci. Tanja Dobler aus Winterthur stimmt zu: «Ich bin zum Aufbauen hier und ich will mit den Leuten vom Verein eine gute Zeit haben. Die Parade bildet dann einen schönen Abschluss.»

Mit dem pink-violetten, rollenden Kunstwerk fahren die «Friends» heute Morgen Richtung Zürich. Dabei gilt es, die Anweisungen des Strassenverkehrsamtes zu beachten, das allen der 25 Love Mobiles vorgibt, welche Route sie vom Aufbauort zur Streetparade fahren dürfen. «Wegen der Teilsperrung der Autobahn müssen wir einen riesigen Umweg machen», bedauert der Präsident. Doch die mühsame Fahrt wird beim Eintreffen in Zürich vergessen sein, denn die «Friends» haben dieses Jahr die Ehre, mit der Startnummer 1 die Parade anzuführen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 11.08.2017, 16:46 Uhr

Gino Balducci, Vereinspräsident

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