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«Man kann relativ viel falsch machen»

Aus nicht weniger als acht Traubensorten keltert Geri Lienhard in seinem Elternhaus hoch über der Tössegg drei ganz spezielle Weine. Jetzt im Herbst sind die Herausforderungen im Keller gross, da Fehler beim Weinmachen nicht korrigierbar sind.

Weinbauer Geri Lienhard vergewissert sich, wie hoch der Zuckeranteil der Maische in einem seiner grossen Stahltanks ist.
Weinbauer Geri Lienhard vergewissert sich, wie hoch der Zuckeranteil der Maische in einem seiner grossen Stahltanks ist.
Madeleine Schoder

Die Morgensonne hat den Herbstnebel bereits aufgelöst. In Oberteufen, am Südhang des Irchels, ist für die Weinbauern der Schlussspurt angebrochen. Zumindest im Rebberg. «Wir haben schon fast alle Trauben abgelesen», erzählt Geri Lienhard. Nun steht das bevor, was er als «sehr diffizil» bezeichnet, viel Erfahrung benötigt und vom Winzer so manche «degustative Entscheidung» verlangt – die Kelterung. Dass Geri Lienhard bereits weiter ist als die meisten Winzerkollegen der Gegend, liegt an den Sorten, die in seinem Rebberg wachsen. Da gibt es statt Riesling-Silvaner Sauvignon Soyhières, Muscaris, Cabernet blanc und Cal 6-04 bei den weissen, und statt Blauburgunder gibt es Cabertin, Cabernet noir, Cabernet Jura und Caberneuf als rote Sorten.

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