Dällikon

Mehr Arbeit soll auch mehr Geld bringen

Die Behörden von Dällikon erhalten höhere Entschädigungen und Sitzungsgelder. Die Gemeindeversammlung hat dazu Ja gesagt. Angenommen hat sie auch das Budget 2019.

Die Behördenvertreter von Dällikon erhalten in Zukunft mehr Geld für ihre Arbeit.

Die Behördenvertreter von Dällikon erhalten in Zukunft mehr Geld für ihre Arbeit. Bild: Google Maps

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Eine wachsende Bevölkerung bedeutet mehr Arbeit für die Gemeindebehörden. «Mehr Leute heisst auch mehr Verantwortung», wie Gemeindepräsident René Bitterli der Gemeindeversammlung am Dienstagabend erklärte. Der Dälliker Gemeinderat will darum mit einer Teilrevision der Entschädigungsverordnung die Ansätze für die Behördenmitglieder dem gestiegenen Arbeitsaufwand anpassen. Bitterli nannte seinen Aufwand als Beispiel: Er sei pro Woche 15 bis 20 Stunden für das Amt tätig, zuzüglich der Stunden fürs Aktenstudium am Wochenende. Das entspreche einem 40- bis 45-Prozent-Pensum, rechnete der Gemeindepräsident vor. Tendenz steigend.

Eine Anpassung der Entschädigungen, der Sitzungs- und Taggelder erachtet er darum als gerechtfertigt. Die Entschädigung für das Gemeindepräsidium zum Beispiel soll ab nächstem Jahr von 26'000 Franken auf 30'000 Franken erhöht werden, diejenige für ein Gemeinderatsmitglied von 19'000 Franken auf 22'000 Franken.

Für eine Sitzung soll ein Behördenmitglied statt 70 Franken neu 90 Franken erhalten. «Es soll ein Milizamt sein, wir machen unser Amt nicht wegen dem Geldverdienen», betonte Bitterli. Von den 89 anwesenden Stimmberechtigten (3,8 Prozent) äusserten sich mehrere sehr wohlwollend über die Arbeit der Dälliker Behörden und empfahlen den Antrag zur Genehmigung. Die Teilrevision wurde denn auch mit grossem Mehr angenommen.

Zähneknirschend gefolgt

Deutlich Ja sagte die Gemeindeversammlung auch zum Budget 2019 und zum unveränderten Steuerfuss von 86 Prozent. Dies, obschon das genehmigte Budget nicht dem entspricht, was in den Unterlagen zur Gemeindeversammlung publiziert worden ist. Der Grund: Das neue Gemeindegesetz verlangt, dass der Ressourcenausgleich, also der Betrag, der Dällikon aus dem Topf des Finanzausgleichs erhält, zeitlich abgegrenzt werden muss. Die Berechnung ist kompliziert, wie Bitterli einräumte.

Besonders ärgerlich: «Das Gemeindeamt hat bestätigt, dass Dällikon im Jahr 2019 knapp 4,3 Millionen Franken Ressorcenzuschuss erhält. Nun wurden wir gezwungen, im bereits genehmigten Budget die Zahlen zu ändern.» Der Gemeinderat habe der Aufforderung unter Protest Folge geleistet. Und was bedeutet die Abgrenzung des Ressourcenausgleichs fürs Dälliker Budget? Statt einem Plus von 161'300 Franken sieht es nun einen Verlust von 78'800 Franken vor. Dies bei einem Aufwand von knapp 23 Millionen Franken.

Traktandum gestrichen

Das zweite Geschäft der Traktandenliste musste der Gemeinderat streichen. Dällikon wollte mit der Carrosserie Aeschlimann AG einen Baurechtsvertrag über ein 4000 Quadratmeter grosses Grundstück abschliessen. Die Parzelle liegt im Industriegebiet und hätte der Dälliker Firma den «dringend erforderlichen Raum für ihre betriebliche Entwicklung am Standort Dällikon gesichert», wie es in den Unterlagen zur Gemeindeversammlung heisst.

Doch zwei Tage nach deren Publikation erfuhr die Gemeinde, dass eine Einsprache eingegangen sei. «Wir befinden uns also in einem laufenden Verfahren und haben darum das Traktandum zurückgezogen», begründete Bitterli die Streichung des Traktandums.

Erstellt: 12.12.2018, 15:32 Uhr

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