Zum Hauptinhalt springen

Mehr Sorge tragen zur Umwelt

Am nationalen Clean-up-Day beteiligte sich auch die Berufswahlschule Bülach (BWS). Lernende und Lehrpersonen befreiten Bülach von weggeworfenem Müll.

Bülacher Berufswahlschüler befreiten auch Strassenschilder und Abfallbehälter von Klebern.
Bülacher Berufswahlschüler befreiten auch Strassenschilder und Abfallbehälter von Klebern.
zvg

Sämtliche 150 Lernenden der Berufswahlschule Bülach sowie ihre Lehrpersonen engagierten sich im Rahmen des nationalenClean-up-Days 2017 an Aufräum­aktionen. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bülach wurde in verschiedenen Wäldern und auf häufig genutzten Plätzensowie am Rietbach «gefötzelt». Ebenso wurden Strassenschilder von Klebern befreit sowie unter Mitwirkung des Naturschutzvereins Neophyten ausgerissen.

Am letzten Wochenende fanden in der gesamten Schweiz bereits zum fünften Mal anlässlich des Clean-up-Days der Interessengemeinschaft saubere Umwelt (IGSU) verschiedene Aufräum- und Säuberungsaktionen statt, um die Schweiz von Litteringverunreinigungen des öffentlichen Raumes durch Liegenlassen von Abfällen zu befreien und noch etwas schöner zu machen.

Ein Projekt, dem sich auch die Berufswahlschule Bülach mit ihren 150 Lernenden und ihrem Rektor Christian Albrecht verpflichtet fühlte: «Es ist mir wichtig, die Jugendlichen neben Berufswahl, Lehrstellensuche und Vorbereitung auf die berufliche Grundbildung mit gesellschaftlichen Themen wie beispielsweise dem Littering zu konfrontieren, damit sie lernen können, als selbstständige junge Erwachsene zu agieren und Verantwortung zu übernehmen.»

Gemeinsam mit Gaby Schaad, der verantwortlichen Sachbearbeiterin Entsorgung der Stadt Bülach, organisierte die BWS Bülach verschiedene Teilprojekte für die Lernenden.

Grosse Mengen

Im Rahmen dieses Clean-up-Days wurden verschiedene Berufswahlklassen damit beauftragt, im Bülacher Spitalwald, am Rietbach und auf stark frequentierten Plätzen wie dem Lindenhof und dem Stadtweiher liegen gelassenen Abfall einzusammeln. Die eingesammelte Menge erstaunte Lernende und Lehrpersonen gleichermassen.

«Ich hätte nie gedacht, dass es im Wald so viel Müll gibt» oder «Ich war stolz auf den von unserer Gruppe gesammelten Abfall, musste aber gleichzeitig daran denken, wie viel auch nach stundenlanger Arbeit in anderen Waldabschnitten noch zu finden wäre» waren spontane Rückmeldungen von Valerio Passalacqua und Nicolas Kalimwendo, die an diesem Teilprojekt beteiligt waren.

Gleichzeitig waren andere Klassen damit beschäftigt, Strassenschilder und Abfallbehälter von Klebern zu befreien. Wie anstrengend und aufwendig diese Arbeit ist, unterstreicht die Aussage von Yannick Dill: «Mich hat es beeindruckt, wie viel Zeit man aufbringen muss, nur um einen einzelnen Sticker zu entfernen.

Nicht selten benötigten wir für diese Arbeit mehr als zehn Minuten.» Borisav Sabolovic, Verantwortlicher des Clean-up-Days seitens der Berufswahlschule, geht davon aus, dass die persönliche Erfahrung, wie aufwendig die Reinigung ist, hoffentlich allfällig fehlbare Jugendliche dazu bewegen wird, in Zukunft nicht mal mit dem Gedanken zu spielen,irgendwo im öffentlichen Raum Sticker anzubringen.

Persönliche Befriedigung

Nebst der Beseitigung von Abfall und unerlaubt angebrachten Stickern umfasste das Programm auch die Bekämpfung invasiver, gebietsfremder Pflanzen, sogenannter Neophyten, die einheimische Arten verdrängen. Unter fachkundiger Einführung durch den Naturschutzverein befreiten die Lernenden einer Klasse Abschnitte des Bülacher Waldes von unerwünschten Pflanzen.

Die durchwegs positiven Reaktionen der Bülacher Bevölkerung und das Gefühl, etwas Sinnvolles für die Umwelt getan zu haben, entschädigten die Lernenden der Berufswahlschule Bülach für ihren Einsatz. Iris Myrtai, eine Lernende einer integrationsorientierten Klasse, bemerkte, dass in der Schweiz die Strassen und Wälder sauberer seien als in ihrer Heimat. Sie schätze es sehr, dass man sich hier auch um «kleine Sachen» kümmere und so der Natur Sorge trage.

Obwohl die Arbeit anstrengend und teilweise sehr mühsam war, bereitete die Anti-Littering-Aktion neben der Zufriedenheit, sich für die Umwelt eingesetzt zu haben, auch Freude, wie folgende Äusserung von Denisa Toma stellvertretend für andere Voten zeigt: «Es war sehr spannend. An diesem Tag habe ich gelernt, wie man in einem Team arbeiten kann, und es hat sogar auch noch Spass gemacht.»

Sowohl die Verantwortlichen der Stadt Bülach als auch jene der Berufswahlschule Bülach ziehen mit Blick auf den Clean-up-Day ein positives Fazit. Der Lehrer Borisav Sabolovic meint stellvertretend: «Teile der Stadt konnten von Müll, Stickern und Neophyten befreit und die Lernenden auf die Thematik des Litterings sensibilisiert werden – das ist einErfolg.» Auch die Stadt Bülach bedankte sich bei der BWS und insbesondere bei den Schülerinnen und Schülern für ihre tatkräftige Unterstützung.

red

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch