Kloten

Militärspiel überrascht mit neuen Klängen

Militärmusiker blasen heute dem Publikum nicht mehr nur den Marsch. In Kloten präsentierte sich das Militärspiel Luftwaffe in einem anspruchsvollen und dynamischen Konzert.

Gesamtleiter Oberleutnant Fabian Temperli (Dirigent) stellte für den Abend in Kloten ein vielseitiges Programm zusammen.

Gesamtleiter Oberleutnant Fabian Temperli (Dirigent) stellte für den Abend in Kloten ein vielseitiges Programm zusammen. Bild: Urs Weisskopf

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Nur wenige Plätze im Stadtsaal des Zentrums Schluefweg blieben am Montagabend leer. Das im Jahr 2004 gegründete Militärspiel Luftwaffe lockte mehrere hundert Besucher nach Kloten. Und diese wurden nicht enttäuscht. 59 Musiker, die Flötistin Stefanie Rupp als einzige Frau und sechs Tambouren boten auf der Bühne ein anspruchsvolles Musikprogramm. Zur Eröffnung des Konzerts erklang die originale, vom Zisterziensermönch 1841 komponierte Nationalhymne. Stehend präsentierte sich das Militärspiel mit silberglänzenden Instrumenten.

Die Schönheitenvon Neuseeland

Der Gesamtleiter, Oberleutnant Fabian Temperli, im zivilen Beruf Mathematiker, stellte für den Abend in Kloten ein vielseitiges Programm zusammen. Besonders die Komposition Aotearooa, der Name Neuseelands in der einheimischen Sprache der Maori, begeisterte das Publikum. Komponist Philip Sparke vertonte darin die Schönheit und Vielfalt Neuseelands, das Land der langen, weissen Wolken. Langsame, majestätische Teile wechseln sich mit ruhigen Chorälen sowie schnellen, rhythmischen Passagen ab.

Sechs Tambouren, begleitet von drei Trompetern und der Frau mit ihrem Piccolo, wirbelten einen Baslermarsch auf ihre Trommeln. Zwischen den verschiedenen Konzertteilen gaben zwei Musiker auf charmante Art Informationen über die einzelnen Darbietungen ab. Der Ungarische Tanz Nummer fünf, von Johannes Brahms für Klaviere komponiert, werde üblicherweise mit Streicherbegleitung gespielt. Das Militärspiel musste mit sieben Klarinetten auskommen.

Für die Musiker war der öffentliche Gratisauftritt in Kloten der erste in diesem Jahr. Während zwei Wochen bereiteten sie sich mit Proben in ihrem Wiederholungskurs in der Kaserne Bern auf den Auftritt vor. Viele Musiker leben im Kanton Zürich, deshalb wählte Oberleutnant Temperli Kloten als Auftrittsort. Eine richtige Wahl, wie der grosse Publikumsaufmarsch zeigte, trotz Ferienzeit, Fasnacht und ohne grosse Werbekampagne.

Spektakuläre Tambourenim UV-Licht

Ein besonderer Leckerbissen war der Aufritt der Tambouren, ergänzt durch zwei Schlagzeugern als «Strichmandli». Im dunklen Saal leuchteten nur die Umrisse der Spieler im UV-Licht auf. Virtuos wirbelten die gelb fluoreszierenden Schlägel auf die Trommel- und Paukenfelle. Das Publikum dankte mit langanhaltendem Applaus. Die spektakuläre Show wurde von Wachtmeister Daniel Steffen komponiert und einstudiert.

Um in eine Militärmusiker-Rekrutenschule aufgenommen zu werden, müssen die Kandidaten eine anspruchsvolle Aufnahmeprüfung bestehen. Nach vier Wochen Ausbildung als Nothelfer beginnt die musikalische Weiterbildung und erste Auftritte bei Fahnenübergaben oder Beförderungsfeiern bei der Truppe. Damit das Militärspiel Luftwaffe ihre Konzerte reibungslos durchführen kann, ist eine ausgeklügelte Logistik mit zwölf Mitarbeitenden und einigen Fahr-zeugen nötig.

Das Konzert endete nach zwei Zugaben mit dem Zapfenstreich. Die Musikerin Stefanie Rupp freute sich nach dem Konzert über die durchwegs positive Resonanz aus dem Publikum: «Mehr kann man sich nicht wünschen.

Das nächste Konzert findet am Mittwoch (14. Februar), 19,30 Uhr, im Kreuz Kultur und Gastlichkeit in Rapperswil statt. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 13.02.2018, 15:36 Uhr

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