Opfikon

Mit dem Velo zur Arbeit – jeder Kilometer zählt

18 Mitarbeitende der Verkehrsbetriebe Glattal AG haben sich entschieden, im Mai und Juni die Strecke zu ihrem Arbeitsort mit dem Fahrrad zurückzulegen. Sie machen bei der nationalen Veloaktion Bike to Work mit.

Für die Mitarbeitenden der VBG steht der Spass bei Bike to Work im Vordergrund und nicht die Aussicht auf einen möglichen Preis. Foto: Paco Carrascosa

Für die Mitarbeitenden der VBG steht der Spass bei Bike to Work im Vordergrund und nicht die Aussicht auf einen möglichen Preis. Foto: Paco Carrascosa

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In Viererteams und als Einzelpersonen verzichten Angestellte der Verkehrsbetriebe Glattal AG (VBG) aufs Privatauto und den öffentlichen Verkehr, um in ihr Büro in Glattbrugg zu kommen. Stattdessen legen sie den Weg mit dem Fahrrad zurück.

Die meisten von ihnen sind geübte Velofahrer. Doch die Herausforderung, an einem Wettbewerb mitzumachen, motiviert sie jetzt zusätzlich. Die Teams haben sich Namen ausgedacht wie Nabb Cykel, Team Glatt.Tal.Rad, An(n)aboliden und Hell Racers.

2016 hat die Firma zum ersten Mal bei Bike to Work mitgemacht. Den Anstoss gab eine Info per Mail, in der auf die Aktion hingewiesen wurde. Die Leute fanden das gut, und seither sind die meisten jedes Jahr dabei.

Schneller als mit dem ÖV

Obwohl die Mitarbeitenden der VBG alle ein Generalabonnement haben, ziehen etliche für den Arbeitsweg das Velo vor. Medienverantwortliche Katrin Piazza sagt, sie sei mit ihrem E-Bike viel schneller als mit dem Tram. Sie wohnt in der Stadt Zürich und braucht knapp 20 Minuten bis nach Glattbrugg.

«Velofahren ist umwelt- und menschenfreundlich.»

Sie wünscht sich jedoch ein besser ausgebautes Netz an Velowegen, das für mehr Sicherheit sorgen würde. «Auch gewisse Automobilisten könnten etwas rücksichtsvoller sein», sagt sie. «Ich selber halte mich jedenfalls an die Verkehrsregeln und fahre nicht einfach weiter, wenn das Lichtsignal Rot zeigt.»

Seit acht Jahren ist sie mit dem Elektrovelo unterwegs, bei Bike to Work (siehe Kasten) macht sie zum vierten Mal mit. «Ich stehe voll hinter der Idee. Velo fahren ist umwelt- und menschenfreundlich.» Auch wenn sie für ihr Team keine Chance auf einen Preis sieht, sei der Vergleich mit den anderen Gruppen doch spannend. «Die Aktion ist lustig und trägt definitiv zur Teambildung bei.»

Mit neuem Schwung

Tino Kunz ist Leiter Marketing und hat sich zum dritten Mal vorgenommen, für den Arbeitsweg öfter das Velo zu benutzen. «Im Frühling bin ich jedes Mal mit neuem Schwung dabei», sagt er. «Und nehme mir jeweils vor, auch im Herbst und Winter dranzubleiben.»

«Abends habe ich dann mehr Zeit für die Familie, weil ich ja bereits etwas für meine Fitness getan habe.»

Doch wenn die Temperaturen sinken, steigt er dann doch lieber wieder auf den ÖV um. «Das hat auch Vorteile, ich kann zum Beispiel die Zeitung lesen.» Jetzt geniesst er aber den Weg mit dem Velo von Schwerzenbach nach Glattbrugg entlang der Glatt. Früher sei er sportlicher gewesen, deshalb komme ihm jetzt ein gewisser Druck entgegen, bei einem Team für Bike to Work mitzumachen.

«Abends habe ich dann mehr Zeit für die Familie, weil ich ja bereits etwas für meine Fitness getan habe.» Auch er rechnet nicht wirklich mit einem Preis. «Dafür legen wir zu wenig Kilometer zurück.» Doch mitmachen sei wichtiger als gewinnen. Froh ist er, dass am Arbeitsort eine Dusche zur Verfügung steht. Dank dieser Annehmlichkeit falle es ihm leichter, bei seinem Entschluss zu bleiben.

Betriebskoordinator Remo Weber ist ohnehin immer mit dem Fahrrad unterwegs. «Von Tagelswangen nach Glattbrugg sind es 10 Kilometer, das schaffe ich in rund 20 Minuten», erklärt er. «35 Minuten sind es mit Bus und Zug.» Auch wenn die Fahrt mit dem Velo keine grosse Herausforderung ist, macht Weber doch gerne bei Bike to Work mit. Er unterstützt damit die Kollegen, die sich ebenfalls fürs Velofahren entschieden haben.

Eben erst ihre Stelle als Projektleiterin Kommunikation angetreten hat Katharina Schaffner. «Ich wohne in Dietlikon. Da bietet es sich an, den Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurückzulegen», sagt sie. «Ich finde es gut, dass die VBG bei der nationalen Aktion mitmacht.» Das Velo lässt sie ohne abzuschliessen vor dem Eingang des Arbeitgebers stehen. «Es ist so alt, das klaut niemand.»

Erstellt: 07.05.2019, 17:57 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles