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Mit Kunst die Grenzen ausloten

Kreativer «art treff 16»: Mit Bildern, Skulpturen oder Installationen zeigten lokale Künstlerinnen und Künstler ihr «grenzenloses» Schaffen im Atelier Kunst plus.

Rund 80 Personen sind am vergangenen Freitagabend zur Vernissage von «art treff 16 - grenzenlos» in Dietlikon gekommen.
Rund 80 Personen sind am vergangenen Freitagabend zur Vernissage von «art treff 16 - grenzenlos» in Dietlikon gekommen.
Leo Wyden
Die Dietliker Gemeindepräsidentin Edith Zuber überreicht den Kunstschaffenden je eine Rose.
Die Dietliker Gemeindepräsidentin Edith Zuber überreicht den Kunstschaffenden je eine Rose.
Leo Wyden
Esther Häfliger und Elisabeth Bickel begutachten die Kunstwerke der neun Künstlerinnen und Künstler aus Dietlikon, Bassersdorf und Wangen-Brüttisellen, die in Installationen, Bildern oder Skulpturen auf ihre Weise Grenzen ausloten .
Esther Häfliger und Elisabeth Bickel begutachten die Kunstwerke der neun Künstlerinnen und Künstler aus Dietlikon, Bassersdorf und Wangen-Brüttisellen, die in Installationen, Bildern oder Skulpturen auf ihre Weise Grenzen ausloten .
Leo Wyden
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Das Atelier Kunst plus platzt aus allen Nähten: Rund 80 Personen sind am vergangenen Freitagabend zur Vernissage von «art treff 16 - grenzenlos» in Dietlikon gekommen. Der Galerie sind zwar Grenzen gesetzt – der Ausstellung aber nicht: Sie findet eine Fortsetzung im Tenn bei der Oldtimer-Sammlung von Ernst Kuhn in etwa 100 Metern Entfernung zur Galerie. In ihrer Eröffnungsrede weist Edith Zuber, Gemeindepräsidentin von Dietlikon, in Bezug auf die Oldtimer auf die «grenzenlose Mobilität» hin, die diese symbolisieren. Mit Blick auf die aktuelle politische Lage hält sie weiter fest: «Grenzen lösen Emotionen aus und haben Konjunktur.» Neun Künstlerinnen und Künstler aus Dietlikon, Bassersdorf und Wangen-Brüttisellen loten in Installationen, Bildern oder Skulpturen auf ihre Weise Grenzen aus. Die Zugänge sind vielfältig: Verspielt etwa sind die Kugelbahnen von Fredi Brüderlin. Die Kugel schiebt auf ihrem verschnörkelten Weg so manches an, das sich nachher dreht oder wippt.

Kunst und Traktor

Beklemmend ist das Stacheldraht-Bild von Jean-Pierre Avvanzino, welches das Flüchtlingsdrama an der Grenze zeigt. Das Bild findet sich im Tenn von Ernst Kuhn und kontrastiert mit den blitzblanken und polierten Hürlimann-Traktoren. Kuhn sammelt aber nicht nur Traktoren, im Obergeschoss der umgebauten Scheune stehen Guzzi- und Ducati-Töffs in Reih und Glied. Zur ersten Moto Guzzi Le Mans 1982 kam eine zweite aus dem Jahr 1936: «Dann musste ich die Lücke dazwischen füllen», begründet Kuhn seine Sammlertätigkeit.

Während W. Grapa Gautschi eine Hochseeflotte (Installation aus drei Blechgelten) aufs grenzenlose, imaginäre Meer schickt, wagte Simone Witzig ein reales Experiment: Ende Januar liess sie 100 Luftballone mit Postkarten fliegen. sechs Karten kamen zurück. Die Ballone schwebten bis zu 307 Kilometer weit Richtung Oberbayern, wie eine Collage mit Landkarte dokumentiert. An welche Grenzen wohl die anderen 94 stiessen?

«art treff» findet zum fünften Mal statt: «Die Ausstellungen werden immer schöner», freut sich Rita Madelaine Loewenthal, «die Zusammenarbeit der Künstlergruppe hat sich eingespielt.» Die Künstlerin hat lange in Asien gelebt, was sich in ihrem Umgang mit Farben ausdrückt: «Farben lösen Gefühle aus.» Kunst ist für sie grenzenloses Experimentieren. Gabriela Huldi, die zusammen mit Maja Graf das Atelier Kunst plus führt und «art treff» organisiert, ist vom Publikumsauflauf überwältigt: «Es berührt mich sehr, dass so viele Menschen gekommen sind.» Das Fazit von Edith Zuber fällt entsprechend aus: «Die Ausstellung ist eine Bereicherung für unser Dorf.»

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