Eglisau

Mit Verspätung erhält Eglisau noch ein Hotel

Am 22. Februar findet in Eglisau der Spatenstich zum Bauprojekt «sleep&stay» statt. Das Vorhaben, das 2016 als Appartementhaus eingegeben worden war, soll jetzt als Hotel realisiert werden – die Appartements bleiben aber eine Option.

Als Hotel mit 22 Zimmern bewilligt, wird das Projekt «sleep&stay» in einer Woche seinen Spatenstich erleben.

Als Hotel mit 22 Zimmern bewilligt, wird das Projekt «sleep&stay» in einer Woche seinen Spatenstich erleben. Bild: Visualisierung: PD

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Der Projektname «sleep&stay» weist wohl schon darauf hin, dass es sich beim Bauvorhaben an der Kreuzung Zücherstrasse/Mettlenstrasse in Eglisau nicht um ein übliches Mehrfamilienhaus handelt. Als es 2016 ein erstes Mal als Projekt eingegeben worden war, beschrieb es der inzwischen verstorbene Wilfried Meier, damals Verwaltungsratspräsident der RBS Property AG, als «kleine Wohnungen für Alleinstehende». Umfang: 28 Quadratmeter pro Wohnung.

Wie die heute seitens der Firma RBS Property zuständigen Geschwister Bettina Bisaz-Meier und Roland Meier nun ausführen, hat sich die Idee der kleinen Appartements weiter entwickelte. «Zunächst hatten wir uns Gedanken gemacht, für wen denn die kleinen Wohnungen geeingnet wären», sagt Roland Meier, «und wir kamen darauf, dass wir sowohl für kurzfristige als auch für langfristige Mieten etwas anbieten wollen». So kam es schlieslich zur Baueingabe als Apartmenthaus. Und Wilfried Meier gab den geplanten Baubeginn einst mit Herbst 2016 an.

Hotel stellt höhere Ansprüche

Warum der Spatenstich erst jetzt erfolgt, erklärt Roland Meier: «Je vertiefter wir uns mit dem Vorhaben beschäftigten, desto deutlicher kristallisierte sich der Plan heraus, aus dem Ganzen doch gleich ein Hotel zu machen.» Nun aber habe sich das Problem ergeben, dass das eingereichte Projekt einen vollen Hotelbetrieb nicht zugelassen hätte. Aus diesem Grund habe man sich entschieden, eine Nutzungsänderung vorzunehmen – und die damit verbundenen Anpassungen hätten Zeit in Anspruch genommen.

Man hatte strengere Brandschutzauflagen zu erüllen, zusätzliche Fluchtwege und andere Schliesstechniken einzuplanen. «Darüber hinaus haben wir das Erdgeschoss mit zusätzlichen Zimmern versehen, so dass wir jetzt auf 22 kommen.» Und ein Frühstücksbuffet soll es nun auch geben. Der offizielle Spatenstich ist für übernächsten Donnerstag, 22. Februar, vorgesehen. Gemäss Planung soll das Hotel seinen Betrieb dann im Sommer 2019 aufnehmen.

«Renditeziele nicht gewaltig»

Dass «sleep&stay» langfristig ein Hotel bleiben wird, ist damit nicht gesagt. «Wir starten als Hotel, quasi als Versuchsballon – und dann werden wir sehen, wie es sich entwickelt», sagt Roland Meier. «Dabei sind wir uns durchaus bewusst, dass wir mit dem Standort Eglisau keine wahnsinnig hochfliegenden Renditeziele stecken dürfen.» Gleichwohl habe es im Unterland mehr Touristen als man gemeinhin annehmen könnte, ist er sich sicher. «Auch weil Touristen, je nachdem woher sie kommen, Distanzen ganz anders wahrnehmen. Für einige gehört Eglisau fast zu Zürich.» Zudem richte sich das Hotelangebot nicht nur an Touristen sondern auch an Geschäftsleute – und für langfristige Mieter seien 6 der 22 Zimmer mit eigenen Küchen ausgerüstet, falls jemand ein Zimmer langfristig mieten wolle.

Man sei da für verschiedene Ansätze offen, sagt Roland Meier. Und falls sich die 22 Hotelzimmer am Schluss doch nicht rentabel vermieten lassen sollten, so sei das Appartement-Modell als «Plan B» immer eine Option. (flo)

Erstellt: 13.02.2018, 15:45 Uhr

41 Hotels in der Region

Die neuen 22 Hotelzimmer in Eglisau sind gewiss nicht die ersten der Region: Gemäss dem statistischen Amt des Kantons Zürich weisen die beiden Bezirke 41 Hotels mit insgesamt knapp 5600 Betten aus (Zahlen von 2014). Das ist jedes 7. Hotel des Kantons – und jedes 5. Hotelbett.

Allein die Stadt Opfikon ist mit mehr als 2800 Betten (10 Hotels) eingetragen – das sind mehr als doppelt so viele wie der gesamte Bezirk Winterthur. Es folgen die weiteren Glattaler Gemeinden Kloten (900 Betten in 4 Hotels) und Rümlang (über 600 Betten in 2 Hotels). Die Stadt Zürich ist mit 121 Hotelbetrieben und gut 14 000 Betten aufgeführt. (red)

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