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Motorsegler-Pilot muss für Irrflug bezahlen

Vor rund drei Jahren wurde ein Rentner wegen eines Irrflugs in den Anflugraum des Flughafens Kloten angeklagt. Trotz seiner Gegenwehr wird das Urteil nun rechtskräftig.

Während des Irrflugs kam der Rentner einer A330 der Edelweiss im Anflugbereich zur Piste 14 gefährlich nahe.
Während des Irrflugs kam der Rentner einer A330 der Edelweiss im Anflugbereich zur Piste 14 gefährlich nahe.
PD

Die Bundesanwaltschaft hat einen mittlerweile 72-jährigen Deutschen wegen eines Irrflugs verurteilt. Der Mann war im Jahr 2016 in den Anflugraum des Flughafens Kloten geraten. Das Urteil wurde erst jetzt rechtskräftig, weil sich der Rentner dagegen gewehrt hatte, wie der «SonntagsBlick» berichtete. Die Argumentation des Angeklagten belief sich darauf, er sei für den Irrflug bereits in Deutschland gebüsst worden. 3000 Euro musste er dort berappen. Jetzt wird er auch in der Schweiz bestraft: Mit einer bedingten Geldstrafe von 7500 Franken – plus einer Busse von 1500 Franken.

Auf Kollisionskurs mit einer Edelweiss-A330

Der Mann war 2016 in einem Motorsegler unterwegs gewesen und hatte sein Tablet, mit dem er navigierte, ausgeschaltet. Das Gerät hatte keinen Strom mehr. So flog er auf Sicht, verwechselte Boden- und Zürichsee und verfehlte damit die beabsichtigte Richtung. Der Tower konnte ihn nicht erreichen. Folge: Der Motorsegler geriet auf Kollisionskurs mit einer Edelweiss-A330 aus Las Vegas. Am nächsten Punkt trennten nur 300 Meter die beiden Flugzeuge. Der fehlbare Pilot bemerkte seinen Irrtum schliesslich und drehte ab.

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