Nördlich Lägern

Nagra-Messungen sind bald zu Ende

Gestern waren Vibrationsfahrzeuge der Nagra in und um Bülach unterwegs. Demnächst sind sie in Eglisau anzutreffen. In der ersten Februarwoche sind die Messungen Geschichte.

Gestern waren in Bülach Fahrzeuge zu beobachten, welche am Kreisel Richtung Eglisau Sprengmessungen koordinierten.

Gestern waren in Bülach Fahrzeuge zu beobachten, welche am Kreisel Richtung Eglisau Sprengmessungen koordinierten. Bild: Symbolbild/Keystone

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Die seismischen Messungen der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) schreiten zügig voran. An vielen Orten im Unterland waren in den letzten Monaten unzählige ausgelegte orange Kabel zu sehen. Gestern waren Fahrzeuge zu beobachten, welche am Kreisel Richtung Eglisau Sprengmessungen koordinierten. Diese wurden auf Ackerland in der Nähe des Kreisels durchgeführt.

Sprengungen werden überall dort vorgenommen, wo die Vibrationsfahrzeuge nicht herankommen oder den Untergrund beschädigen würden.Auch auf der anderen Seite des Kreisels wurden Vibrationen erzeugt: Beim Bülacher Weiler Nussbaumen hat gestern wohl der eine oder andere der zahlreich vorhandenen Spaziergänger das Rütteln der Erde wahrgenommen. Zwei Vibrationsfahrzeuge senkten dort immer wieder ihre Bodenplatten, um Schwingungen zu erzeugen, die von den in der Erde steckenden Messgeräten aufgenommen wurden. Wollte ein Fussgänger die entsprechende Stelle passieren, wurde er von einem Sicherheitsbeauftragten auf der schmalen Strasse an den tonnenschweren Fahrzeugen vorbeigeführt.

Grenzwerte tiefer in der Nähe von historischen Gebäuden

Laut Nagra-Sprecherin Marisa Brauchli verliefen die Messarbeiten, die seit Oktober dauern, nach Plan. Sie werden voraussichtlich in der ersten Februarwoche abgeschlossen sein. Noch müssen der südliche Teil von Eglisau und einige wenige Bereiche in Bülach untersucht werden. Insgesamt ist das Messgebiet 92 Quadratkilometer gross und umfasst über ein Dutzend Gemeinden.

Weil bei historischen Gebäuden, Kirchen oder sehr alten Häusern die Grenzwerte für die Vibrationen geringer sind, darf zum Beispiel in Eglisau mit seinem historischen Städtchen nicht überall gemessen werden. Laut Brauchli beeinträchtigt dies die Qualität der Daten aber nicht. Auch ohne diese Messpunkte werde eine sehr gute Abdeckung erreicht. (ilö)

Erstellt: 27.01.2017, 17:16 Uhr

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