Zum Hauptinhalt springen

Neue Flaggen für Kloten mit richtigem Wappengetier

Die Anfrage aus dem Parlament zur Beflaggung des Klotener Stadthauses hatte Folgen: Nebst dem Entscheid wieder Flaggen aufzuhängen, hat man nun entdeckt, dass zuletzt falsche Wappen im Umlauf waren.

Der Klotener Löwe hat keine Pranken (li.). Historisch hat das Klotener Wappentier die Krallen eines Greiffs (Mitte) auch in der modernen Version (re.).
Der Klotener Löwe hat keine Pranken (li.). Historisch hat das Klotener Wappentier die Krallen eines Greiffs (Mitte) auch in der modernen Version (re.).
zvg

Künftig wird der markante Verwaltungssitz der Flughafenstadt mindestens einmal im Jahr wieder feierlich beflaggt werden. Zum Nationalfeiertag und alle drei Jahre während des mehrtätigen Stadtfests will die Stadtregierung wieder die rote Flagge mit dem speziellen Löwen zeigen.Zuletzt war das achtstöckige Klotener Stadthaus nicht mehr beflaggt worden. Das war auch der Bevölkerung aufgefallen, was via EVP-Gemeinderätin prompt zu einer parlamentarischen Anfrage geführt hatte.

In seiner Antwort schreibt der Stadtrat, dass man sich dem Anliegen der Bevölkerung angenommen habe und die Regierung bereits beschlossen habe neue Flaggen zu bestellen. Im Aklärungsprozess hierfür haben die Klotener Politiker allerdings feststellen müssen, dass seit einer grafischen Anpassung des Stadtwappens «ungefähr im Jahr 2010» eine offensichtlich falsche Version der eigenen heraldischen Kennung im Umlauf ist. Das korrekte Wappen, das auf die Herren von Kloten zurückgeht, zeigt einen halben Löwen mit besonders kratzigen Füssen und wird bereits seit 1793 als Gemeindewappen eingesetzt.

Krallen eines Greiffs

Auf verschiedenen Publikationen ist zuletzt ein falscher Löwe verwendet worden. «Selbst auf Wikipedia ist aktuell das falsche Wappen publiziert», stellt der Stadtrat fest. Zwar hat ein normaler Löwe Pranken, aber das Klotener Wappentier ist eben kein normaler Löwe. Er muss mit den Krallen eines Greiffs ausgestattet sein. Diese Version des Wappens geht auf die einstige Zugehörigkeit zu Habsburg zurück und taucht erstmals 1331 auf.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch